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"Töten oder getötet werden!" - Portugal-Coach warnt

·Lesedauer: 3 Min.
"Töten oder getötet werden!" - Portugal-Coach warnt
"Töten oder getötet werden!" - Portugal-Coach warnt

Nervenaufreibender EM-Start für die portugiesische Nationalmannschaft!

Vor rund 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Puskás-Arena besiegten Cristiano Ronaldo & Co. Ungarn mit 3:0 (0:0). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Töten oder getötet werden"

Erst in der Schlussphase sorgten Raphael Guerreiro (84.) und Cristiano Ronaldo (87. und 90.+3) für die Entscheidung.

Auch aus diesem Grund zeigte sich Portugal-Coach Fernando Santos nach Abpfiff nicht zufrieden - und wählte drastische Worte. "Jetzt geht es gegen Deutschland, und wir müssen uns weiterentwickeln. Töten oder getötet werden, hat Scolari früher gesagt", warnte Santos.

Ronaldo schreibt Geschichte

Bereits zu Beginn der Partie schrieb CR7 gleich Geschichte. Durch seinen Einsatz gegen Ungarn ist er der erste Spieler in der EM-Historie, der an insgesamt fünf Turnier teilnahm ('04, '08, '12, '16 & '20). Mit seinem 39. Einsatz bei einem großen Turnier (EM und WM) stellte er außerdem einen Allzeitrekord für einen europäischen Spieler auf.

Dazu kommt: Durch seine beiden Treffer erzielte der Superstar sein zehntes und elftes Tor bei einer Europameisterschaft. Ronaldo überflügelte damit auch Michel Platini, der für Frankreich neunmal traf.

Jota übersieht Ronaldo - der meckert

Portugal legte in einem aufgeheizten Stadion offensiv los.

Bereits in der 5. Minute hatte Diogo Jota die Führung auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Schuss von der Strafraumkante aber an Ungarn-Keeper Peter Gulácsi. Auf der linken Seite wäre Ronaldo frei gewesen – ganz zum Unmut des Superstars spielte Jota jedoch nicht ab.

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Kurz darauf war es erneut Jota, der für die Portugiesen vergab. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam der 24-Jährige aus elf Metern zum Abschluss, zog den Ball jedoch über das Tor. (Tabellen der EM)

Die Ungarn, die seit elf Spielen ungeschlagen sind, konnten selten für Entlastung sorgen und sich aus dem portugiesischen Powerplay befreien.

Ronaldo vergibt Mega-Chance

Die portugiesische Offensive gab zwar den Ton an, nach zwei Großchancen in der Anfangsphase tat sich das Team von Trainer Fernando Santos daraufhin jedoch schwer, in gefährliche Abschlussaktionen zu kommen.

In der 40. Minute hatte Jota zum dritten Mal die Chance, Portugal in Führung zu bringen, aus der Drehung aus rund sieben Metern parierte der starke Gulácsi jedoch mit dem Fuß. (Ergebnisse und Spielplan der EM)

Kurz vor der Halbzeit vergab Juventus-Star Ronaldo schließlich die bisher größte Chance des Abends. Am Fünfmeterraum kam der 36-Jährige völlig freistehend zum Abschluss, haute die Kugel jedoch über den Kasten.

Guerreiro bringt Portugal in Führung

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Ungarn plötzlich mutiger. Angetrieben durch die lautstarke Unterstützung der Fans kam der ungarische Angriff um Ádám Szalai und Roland Sallai einige Male gefährlich vor das portugiesische Tor.

Es entwickelte sich ein offenes Spiel, auf beiden Seiten gab es Chancen zur Führung. Bruno Fernandes zog in der 68. Minute aus 25 Metern einfach mal ab, mit einer starken Parade verhinderte Gulacsi jedoch die Führung.

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In der 80. Minute wurde es plötzlich ohrenbetäubend laut in Budapest. Szabolvs Schön gelang der vermeintliche Führungstreffer für Ungarn, aufgrund einer Abseitsstellung wurde dieser allerdings umgehend zurückgepfiffen.

Ronaldo macht mit Doppelpack den Deckel drauf

Portugal gelang schließlich der Lucky-Punch: Mit einem Linksschuss, den Willi Orban abfälschte, brachte BVB-Star Raphael Guerreiro die Portugiesen in der Schlussphase in Führung (84.)

Kurz darauf stand der Verteidiger von RB Leipzig, der lange ein starkes Spiel gemacht hatte, wieder im Mittelpunkt: Rafael Silva dribbelte in den Strafraum, da Orban nicht hinterherkam, packt er ihn an der Schulter. Silva fiel - und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Aus elf Metern zeigte Cristiano Ronaldo keine Nerven und legte vom Elfmeterpunkt nach (87.)

Orban an beiden Gegentoren beteiligt

Innerhalb von drei Minuten wurde das Spiel entschieden - und Willi Orban war in beiden Situationen daran beteiligt.

In der Nachspielzeit machte Ronaldo mit seinem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf (90.+2), nachdem er einen Doppelpass mit Rafa spielte und vor Gulácsi einen Haken schlug.

Portugal gelingt damit ein Auftakt nach Maß, Ungarn steht dagegen angesichts der kommenden Gegner vor einer Herkulesaufgabe.

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