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Dublin mahnt EZB: Folgen der Zinsen für ‘reales Leben’ bedenken

(Bloomberg) -- Im Vorfeld der dieswöchigen Zinsentscheidung hat Irlands Finanzminister Michael McGrath die Europäische Zentralbank zur Umsicht aufgefordert, was die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung auf Unternehmen und Haushalte betrifft. Die Firmen rief er auf, durch Preissenkungen ihren Teil zur Inflationsbekämpfung beizutragen.

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“Die Geldpolitik hat in Bezug auf die Zinspolitik sehr schwierige Entscheidungen zu treffen”, sagte McGrath am Wochenende in Schweden beim Treffen von Finanzministern und EZB-Räten, an dem auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde teilnahm. “Sie muss nicht nur den breiteren wirtschaftlichen Kontext berücksichtigen, sondern auch die Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen auf das reale Leben der Menschen.”

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McGrath betonte, der EZB nicht vorschreiben zu wollen, was sie zu tun habe. Dennoch ist es ungewöhnlich, dass sich Finanzminister auch nur ansatzweise zur Geldpolitik äußern.

Analysten erwarten, dass die EZB auf ihrer Sitzung am Donnerstag das Tempo der Zinsanhebungen drosseln wird. Seit Juli letzten Jahres hat die Zentralbank die Zinsen bereits um 350 Basispunkte angehoben.

In Irland gebe es in Bezug auf die fortgesetzte Anhebung der Zinsen negative Auswirkungen, so McGrath, insbesondere für die ärmsten Haushalte, die mit steigenden Hypothekenkosten konfrontiert sind. Unter Druck stünden zudem einige Unternehmen mit variabel verzinslichen Schuldtiteln.

Irlands Finanzminister forderte die Unternehmen auf, Kostenrückgänge durch Preissenkungen an die Verbraucher weiterzugeben. “Wenn das nicht geschieht, liegt die Last, die Inflation zu senken, allein bei der Geldpolitik”, sso McGrath. “Wir wissen, was es für Menschen und Unternehmen bedeutet, wenn die Zinsen immer höher werden.”

Überschrift des Artikels im Original:Ireland Warns ECB of ‘Real Life’ Impact of Interest-Rate Hikes

--Mit Hilfe von Harumi Ichikura und James Hirai.

©2023 Bloomberg L.P.