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Draghi fordert UN-Einsatz für Korridore im Schwarzen Meer

KIEW (dpa-AFX) - Italiens Regierungschef Mario Draghi will die Blockade der ukrainischen Häfen durch Russland unter einer Koordination der Vereinten Nationen beenden. Das russische Militär lässt derzeit Schiffe aus der Ukraine mit Getreide nicht auslaufen. Vor allem ärmere Länder etwa in Afrika sind dringend auf diese Lieferungen angewiesen. "Der einzige Weg ist eine Resolution der Vereinten Nationen, um die Korridore im Schwarzen Meer zu regeln", sagte Draghi am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz unter anderem mit Bundeskanzler Olaf Scholz in Kiew. Russland lehnt dies bislang ab.

"Die humanitäre Krise in der Ukrainer darf nicht zu einer weltweiten Katastrophe führen", ergänzte Draghi. Europa müsse nun Stärke zeigen, forderte der Italiener. "Wir müssen die Herausforderung mit Mut angehen", demselben Mut, den Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj gezeigt habe. "Mit Entschlossenheit und Einheit. Das schulden wir den Ukrainern, das schulden wir den Europäern", sagte Draghi.

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