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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.07.2021 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 6 Min.

ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft wächst wieder - 'Weg aus Krise kein Selbstläufer'

WIESBADEN - Die Konsumlust der Verbraucher nach dem Ende des Corona-Lockdowns im Frühjahr hat die deutsche Wirtschaft aus ihrem Tief geholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 1,5 Prozent zu. Zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung den jüngsten Daten zufolge noch um 2,1 Prozent geschrumpft. Sorgen bereiten aktuell aber die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sowie Materialknappheit in der Industrie, die die Entwicklung bereits im Frühjahr dämpfte.

USA: Konsumklima Michigan trübt sich ein - Warnung vor Inflationsspirale

MICHIGAN - Das Konsumklima in den USA hat sich im Juli eingetrübt, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht. Der von der Universität Michigan erhobene Index für die Verbraucherstimmung fiel im Monatsvergleich um 4,3 Punkte auf 81,2 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Erhebung mitteilte. Nach einer ersten Schätzung hatte sich die Stimmung etwas stärker eingetrübt.

Eurozone kommt schwungvoll aus der Rezession

LUXEMBURG - In der Eurozone hat die Wirtschaft im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen und den Weg aus der Rezession geschafft. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleitung um 2,0 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mit. Analysten hatten für die Monate April bis Juni im Schnitt einen deutlich schwächeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,5 Prozent erwartet.

USA: Chicago-Indikator hellt sich überraschend auf

CHICAGO - Das Geschäftsklima in der Region Chicago hat sich im Juli überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg um 7,3 Punkte auf 73,4 Punkte, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einem Rückgang auf 64,2 Punkte erwartet.

USA: Konsumausgaben steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Der US-Verbrauch entwickelt sich nach einem schwächeren Monat wieder robust. Im Juni stiegen die Konsumausgaben um 1,0 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Der Anstieg folgt auf einen leichten Rückgang im Mai und lag über den Markterwartungen. Die Einkommen der Haushalte stiegen indes nur geringfügig um 0,1 Prozent nach einem deutlichen Minus im Vormonat.

USA: Arbeitskosten steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im Frühjahr weniger als erwartet gestiegen. Der entsprechende Index legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,9 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal 2021 hatte der Zuwachs bei 0,9 Prozent gelegen.

ROUNDUP/Eurozone: Inflation steigt auf den höchsten Stand seit 0ktober 2018

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Inflationsrate im Juli über die Marke von zwei Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung in Luxemburg mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit Oktober 2018. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 2,0 Prozent gerechnet.

ROUNDUP 2/Impfpflicht light: US-Regierung drängt Mitarbeiter zur Corona-Spritze

WASHINGTON - Angesichts einer neuen Corona-Welle und einer stockenden Impfquote drängt die US-Regierung mehrere Millionen Mitarbeiter mit neuen Regeln zur Impfung. Angestellte des Bundes, die keinen Impfnachweis vorlegen können, sollen künftig stets eine Maske tragen müssen und ein bis zwei Mal pro Woche auf eine mögliche Infektion getestet werden, wie US-Präsident Joe Biden am Donnerstag (Ortszeit) erklärte. Um die Impfquote in der Bevölkerung anzuheben, fordert er Bundesstaaten und Kommunen zudem auf, jeder neu geimpften Person eine Belohnung von 100 US-Dollar (85 Euro) zu zahlen.

Italien: Inflation geht überraschend deutlich zurück

ROM - In Italien hat sich die Inflation stärker als erwartet abgeschwächt. Die nach europäischer Methode ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Juli zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Inflationsrate von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem sie im Juni bei 1,3 Prozent lag.

Italiens Wirtschaft gewinnt überraschend deutlich an Stärke

ROM - Das Wachstum der italienischen Wirtschaft hat im Frühjahr deutlich an Stärke gewonnen. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen, teilte die Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom mit. Volkswirte wurden von der Stärke der konjunkturellen Belebung überrascht. Sie hatten in den Monaten April bis Juni im Schnitt nur mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent gerechnet.

EZB-Vize: Europas Banken auch unter Stress robust

FRANKFURT - Europas Banken haben sich nach Angaben von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos im jüngsten Stresstest der Aufseher bewährt. "Europas Banken sind robust, sie sind widerstandsfähig", sagte de Guindos dem "Handelsblatt" (Freitag). "Unser ungünstigstes Szenario ist diesmal noch anspruchsvoller als beim letzten Test 2018, und die Banken haben ja zudem gerade das schwierige Jahr 2020 verkraftet. Trotz dieser anspruchsvollen Ausgangslage erwarte ich, dass die Banken sich im Test im Großen und Ganzen gut geschlagen haben."

Spaniens Wirtschaft gewinnt kräftig an Fahrt

MADRID - Die spanische Wirtschaft hat den schwachen Jahresauftakt hinter sich gelassen und im Frühjahr unerwartet stark Fahrt aufgenommen. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen, teilte die Statistikbehörde INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten in den Monaten April bis Juni im Schnitt mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gerechnet, aber nur um 2,1 Prozent.

Frankreich: Inflation schwächt sich ab

PARIS - Die Inflation in Frankreich hat sich im Juli abgeschwächt, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Gegenüber dem Vorjahr seien die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) um 1,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mit. Im Vormonat hatte die Rate 1,9 Prozent betragen. Analysten hatten mit einer Abschwächung auf 1,4 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,1 Prozent.

Französische Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

PARIS - Die französische Wirtschaft hat im Frühjahr nach einem schwachen Jahresauftakt wieder Fahrt aufgenommen. Im zweiten Jahresviertel sei die Wirtschaftsleitung um 0,9 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Freitag nach einer ersten Schätzung mit. Analysten hatten für die Monate April bis Juni im Schnitt einen etwas schwächeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent erwartet.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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