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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.02.2024 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: 'Ein gebrauchtes Jahr für die Exportwirtschaft' - Krisen belasten

WIESBADEN - Der deutsche Exportmotor ist im vergangenen Jahr ins Stottern geraten. Der Wert der Warenausfuhren sank nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres um 1,4 Prozent auf 1562,1 Milliarden Euro. "Nach der Finanzkrise 2009 und der Corona-Krise 2020 ist es das schwächste Ergebnis seit drei Jahrzehnten", sagte Carolin Herwig, Außenwirtschaftsexpertin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), am Montag mit Blick auf die Stärke des Rückgangs. Eine geringe Nachfrage aus dem Ausland wegen hoher Inflationsraten und eines hohen Zinsniveaus sowie geopolitische Risiken hätten für das Minus gesorgt. "2023 war ein gebrauchtes Jahr für die deutsche Exportwirtschaft." Volkswirte rechnen zunächst mit anhaltendem Gegenwind.

ROUNDUP 2: Lindner und Habeck kooperationsbereit bei Entlastung von Firmen

BERLIN - Bundesfinanzminister Christian Lindner will zusammen mit Wirtschaftsminister Robert Habeck daran arbeiten, die deutschen Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Lindner lehnte zwar erneut den Vorschlag seines Kabinettskollegen ab, ein milliardenschweres Sondervermögen zur Entlastung der Firmen aufzulegen. Im ARD-"Bericht aus Berlin" sagte der FDP-Politiker am Sonntagabend: "Wegen mir hätte es diese Rede im Bundestag nicht geben müssen. Das hätten wir auch anders miteinander besprechen können. Jetzt ist diese Debatte aber da. Und jetzt machen wir was Konstruktives draus."

USA: Stimmung unter Dienstleistern hellt sich überraschend deutlich auf

TEMPE - Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im Januar überraschend deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) stieg zum Vormonat um 2,9 Punkte auf 53,4 Punkte, wie das Institut am Montag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 52,0 Punkte gerechnet. Der Stimmungsindikator liegt jetzt noch deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

OECD erwartet geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland

PARIS - Die OECD hat die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für dieses Jahr nach unten korrigiert. Man erwarte einen Zuwachs um 0,3 Prozent, teilte die in Paris ansässige Organisation von Industriestaaten am Montag mit. Im November war die OECD noch von einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,6 Prozent in diesem Jahr ausgegangen. Auch für den Euroraum senkte die Organisation die Wachstumserwartung leicht auf 0,6 Prozent für 2024. Auf kurze Sicht werde die Konjunktur durch angespannte Kreditbedingungen gebremst. Für das Jahr 2025 sieht die OECD in Deutschland ein Wachstum von 1,1 Prozent, im Euroraum von 1,3 Prozent.

Sentix: Konjunkturstimmung im Euroraum hellt sich erneut auf

FRANKFURT - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich erneut verbessert. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Februar um 2,9 Punkte auf minus 12,9 Zähler, wie das Beratungsunternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Es ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Zukunftsaussichten fielen besser aus als im Vormonat.

Eurozone: Unternehmensstimmung verbessert sich leicht

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich zu Beginn des Jahres etwas verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 47,9 Zähler, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. Eine erste Erhebung wurde damit wie erwartet bestätigt. Damit erreichte der Stimmungsindikator den höchsten Stand seit sechs Monaten. Trotz des Anstiegs signalisiert der Indikator mit deutlich weniger als 50 Punkten nach wie vor eine wirtschaftliche Schrumpfung.

Türkei: Inflation bleibt nach Führungswechsel hoch

ANKARA - Die Teuerung in der Türkei bleibt nach einem überraschenden Führungswechsel in der Notenbank hoch. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 64,9 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Montag in Ankara mitteilte. Damit bewegt sich die Geldentwertung in etwa auf dem Niveau der beiden Vormonate. Analysten hatten im Schnitt mit einer nur geringfügig niedrigeren Inflationsrate gerechnet.

Fed-Chef Powell spricht sich erneut gegen schnelle Zinssenkung aus

WASHINGTON - US-Notenbankchef Jerome Powell hat sich erneut gegen eine baldige Zinssenkung in den USA ausgesprochen. Die Gefahr eines zu schnellen Zinsschritts bestehe darin, "dass der Job noch nicht ganz erledigt ist", sagte Powell in einem am Sonntagabend vom US-Fernsehsender CBS ausgestrahlten Interview, das bereits am Donnerstag aufgezeichnet worden war. Es sei am klügsten, sich mit dem Zinsschritt noch etwas Zeit zu lassen, bis weitere Daten einen nachhaltigen Rückgang der Inflation auf den Zielwert von zwei Prozent bestätigten.

Ifo-Institut: Auftragsmangel greift um sich

MÜNCHEN - Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Deutschland klagt über fehlende Aufträge. Das betrifft sowohl die Industrie als auch den Dienstleistungssektor, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag meldete.

SPD-Fraktionsvize: Staatsfonds für Investitionen in Infrastruktur

BERLIN - In der Debatte um Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Wirtschaft hat die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Hubertz einen Staatsfonds ins Gespräch gebracht. Sie finde es wichtig, neue Wege zu prüfen, die zwischen Steuern erhöhen und Schulden machen lägen, sagte sie am Montag im Deutschlandfunk. "Und deswegen haben wir uns als SPD - sowohl als Fraktion als auch als Partei - für einen Staatsfonds, also einen sogenannten Deutschlandfonds, ausgesprochen, der auch noch mal massiv privates Kapital über eine Kapitalsammelstelle heben kann." Das sei etwas ganz Neues, sagte Hubertz. So könne in die Infrastruktur investiert werden.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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