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Diese 5 Lebensereignisse verdoppeln das Risiko, dass ein Kind später depressiv wird

·Lesedauer: 2 Min.

Dass frühkindliche Erfahrungen einen großen Einfluss auf die spätere psychische Entwicklung haben, ist eine Binsenweisheit der Psychologie. Wer als Kind sexuellen Missbrauch, den Tod eines Familienmitglieds, Krankheiten oder Naturkatastrophen erlebt, leidet häufiger an psychischen Erkrankungen.

Doch können sich negative Erfahrungen in der frühen Kindheit bereits in der Kindheit oder Jugend als Depression manifestieren? Dieser Frage ist ein Team von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen um Joelle LeMoult, von der University of British Columbia, Vancouver, Kanada nachgegangen.

Die Forschenden haben dafür keine eigenen Daten erhoben, sondern in einer sogenannten Meta-Analyse Daten aus 62 wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln, die über 44.000 einzelne Krankheitsakten dokumentierten, ausgewertet.

Einmal manifestierte Depressionen kehren oft ein Leben lang immer wieder

"Bereits zuvor war gut dokumentiert, dass Stress im frühen Leben das Risiko erhöht, im Erwachsenenalter eine Depression zu entwickeln. Wir wollten dagegen wissen, inwieweit frühkindlicher Stress mit Depressionen in der Kindheit oder Jugend in Verbindung gebracht werden kann", fasst Joelle LeMoult zusammen.

"Angesichts der Tatsache, dass Depressionen zumeist wiederkehren und die Betroffenen ein Leben lang beschäftigten, ist diese Frage besonders relevant. Wir fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit eine Jugenddepression zu entwickeln, mehr als doppelt so hoch ist, wenn ein Kind Stress im frühen Alter ausgesetzt war", so LeMoult weiter.

Im Vergleich zu Jugendlichen, die keiner ELS ("early life stress", ein Begriff, mit dem die Psychologie arbeitet) ausgesetzt waren, hatten Jugendliche, die einer solchem ausgesetzt waren, eine 2,5-mal höhere Wahrscheinlichkeit, eine depressive Störung zu entwickeln.

Unterschiedliche Formen von Stress bringen verschiedene Risiken mit sich

Doch nicht alle Formen von ELS wirkten sich in der Untersuchung gleich negativ aus. Sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlung, Tod eines Familienmitglieds, häusliche Gewalt und emotionaler Missbrauch waren mit einem signifikant höheren Risiko für Jugenddepressionen assoziiert.

Armut, Krankheit, schwere Verletzungen und das Erleben einer Naturkatastrophe hingegen, waren in der Untersuchung nicht so eindeutig mit späteren psychischen Problemen verbunden. Insgesamt zeigte die Untersuchung, dass ELS oft schon im Kindheit- und Jugendalter negative psychische Folgen nach sich ziehe, allerdings je nach Art des ELS variiere, so die Forscher,

Da viele Formen des frühkindlichen Stresses prinzipiell vermeidbar sind, müsse alles getan werden, um Kinder diesem nicht auszusetzen, sodass sie keine langfristigen Folgen davontragen. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass es ein enges Zeitfenster in der frühkindlichen Entwicklung gibt, indem Schicksalsschläge zu Depression führen können. Dort haben wir die Möglichkeit einzugreifen", fasst LeMoult zusammen.

Dieser Artikel erschien bei Business Insider bereits im Januar 2021. Er wurde nun erneut geprüft und aktualisiert.

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