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Diese 29-Jährige will mit 35 Jahren und 1,5 Millionen in den Ruhestand gehen – das sind ihre 5 Strategien, um ihr Ziel zu erreichen

·Lesedauer: 7 Min.
Catie T. ist auch bekannt als Bloggerin "Millenial Money Honey".
Catie T. ist auch bekannt als Bloggerin "Millenial Money Honey".

Catie T., die auf ihren verschiedenen Social-Media-Plattformen unter dem Namen "Millenial Money Honey" auftritt, will mit 35 Jahren in Rente gehen. Catie ist 29 Jahre alt und auf gutem Weg, ihr Ziel in die Tat umzusetzen, wie aus Dokumenten über ihre Finanzen hervorgeht, die Insider einsehen konnte. Damit ist sie den meisten anderen Menschen in ihrem Alter um 30 Jahre voraus.

Catie ist Teil der FIRE-Gemeinschaft (Abkürzung für "Financial Independence, Retire Early", also übersetzt finanzielle Unabhängigkeit, früh in Rente), einer Bewegung, die auf das 1992 erschienene Buch "Your Money, Your Life" von Vicki Robin und Joe Dominguez zurückgeht. Laut Investopedia sind die Millennials, die zur Zeit der Veröffentlichung des Buches noch Kinder waren, die Altergruppe, unter der das Prinzip FIRE besonders beliebt ist. Aber was bedeutet FIRE konkret? Diese Strategie zeichnet sich durch aggressive Spar- und Investitionspraktiken aus, die es den Teilnehmern ermöglichen, früher als mit 65 Jahren aus dem Berufsleben auszuscheiden.

Über ihren Lebensstil, bevor sie das Prinzip FIRE angenommen hat, sagt Catie, "Ich lebte ein durchschnittliches LA-Millennial-Leben, hing mit meinen Freunden ab, ging zum Friseur und versuchte, mit den neuesten Modetrends Schritt zu halten." Aber mit 26 Jahren sei sie an einem Punkt in ihrer Karriere angelangt, an dem sie genug Geld verdiente, um anständige Ersparnisse anzulegen. Das war der Punkt, als sie begann, sich ernsthaft Gedanken über ihre finanzielle Zukunft zu machen. "Ich dachte mir: Wenn die Leute investieren, sollte ich auch investieren. Ich sollte mich damit befassen", sagt sie rückblickend. Sie begann also, sich über persönliche Finanzen zu informieren und stieß schließlich auf die FIRE-Ideologie. "Ich stürzte mich kopfüber hinein", sagt sie.

Vor kurzem hat sie einen beeindruckenden Meilenstein erreicht, der als "Coast FIRE" bekannt ist. Mit 375.000 Dollar, umgerechnet rund 315.000 Euro, die sie auf verschiedenen Konten angelegt hat, würden ihre Ersparnisse bei normaler Marktentwicklung so stark wachsen, dass sie keinen weiteren Dollar investieren müsste, damit sie im Alter von 65 Jahren finanziell unabhängig sein könnte. Zumindest scheint es, als könne Catie somit problemlos schon in ihren 30ern in den Ruhestand gehen.

Auch wenn dies ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg sei, plane Catie weiter zu sparen und zu investieren, damit sie ihr Ruhestandsziel – 1,5 Millionen Dollar gespart und investiert zu haben – bis zum Alter von 35 Jahren erreichen kann. Während sie ihrem ultimativen Ziel immer näher kommt, teilt sie ihren Weg und die Strategien, die sie umgesetzt hat, in der Hoffnung, auch andere zur finanziellen Unabhängigkeit zu inspirieren. Im folgenden erfahrt ihr konkret, wie Catie so schnell so weit gekommen ist.

Wie sie ihr Ziel für den Ruhestand festlegte

Um herauszufinden, wie viel sie sparen muss, "schätzte ich meine jährlichen Ausgaben auf etwa 30.000 US-Dollar pro Jahr und verdoppelte diesen Betrag, um eine Sicherheitsspanne zu haben", erklärt Catie. In der Annahme, dass sie für jedes Jahr ihres Ruhestands 60.000 US-Dollar benötigen würde, hat sie die vier-Prozent-Regel angewandt, um ihren Zielbetrag für das Ruhestandsportfolio zu bestimmen. Diese Zahl lässt sich berechnen, indem man das gewünschte Jahreseinkommen mit 25 multipliziert. Für Catie ergab das 1,5 Millionen Dollar.

"Für mich wären es nur etwa 750.000 Dollar, aber ich bin einfach zu nervös und vorsichtig", sagt sie. Die Verdoppelung ihres jährlichen Betrags biete ihr Komfort und ein Sicherheitsnetz. Und so spart Catie für ihre Rente.

1. Sie überprüfte – und änderte – ihre Ausgabengewohnheiten

Bevor sie größere Änderungen an ihrem Lebensstil vornahm, verfolgte sie einige Monate lang ihre Ausgaben, um sich einen besseren Überblick über ihre finanzielle Situation zu verschaffen. "Davor wusste ich nicht einmal wirklich, wohin mein Geld ging", erklärt sie. Danach war sie in der Lage, ihre Entscheidungen strategischer zu treffen. Es geht darum, diese "kleinen Feinheiten" herauszufinden, sagt sie.

Catie hatte bei ihrer Analyse zum Beispiel schnell gemerkt, dass sie mehr für Körperpflege und ästhetische Dienstleistungen ausgab, als ihr eigentlich lieb war. Mit einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft im Wert von 230 Dollar pro Monat, einem Wimperntermin im Wert von 30 Dollar, den sie alle drei Wochen wahrnahm, und etwa 600 Dollar zweimal im Jahr für Friseurbesuche stellte sie fest, dass sie etwa alle drei Monate rund 1.000 Dollar hohe Ausgaben in diesem Bereich hatte.

Also wurde sie kreativ, um diese Ausgaben zu minimieren. Zunächst einmal ließ sie ihr Haar wieder in seiner natürlichen Farbe wachsen, anstatt es weiterhin blond zu färben. Sie kündigte ihre Mitgliedschaft im Fitnessstudio, ließ sich nicht mehr die Wimpern verdichten und ging nicht mehr schicke Friseursalons, sondern ging zu einem lokalen Geschäft, wo der Haarschnitt nur 15 Dollar, also umgerechnet knapp 13 Euro, kostete.

2. Sie steigerte ihr Einkommen

Als gelernte Grafikdesignerin being Catie einen strategischen Karriereschritt, um ihr Einkommen schnell zu erhöhen und standardmäßig mehr Geld zu sparen. Bevor Catie nach dem FIRE-Prinzip lebte, hatte sie in einer Werbeagentur gearbeitet, einer Branche, die für niedrige Löhne bekannt ist.

"Ich war in der Lage, mit den gleichen Fähigkeiten in eine besser bezahlte Branche zu wechseln", sagt sie. Mittlerweile arbeitet sie als Grafikdesignerin in einem Technologieunternehmen. "Mir war nicht klar, wie viel lukrativer es ist, in diesem Bereich als Designerin zu arbeiten, obwohl es sich um genau dieselben Fähigkeiten handelt. Es war keine große Umstellung, man muss keine Weiterbildung machen oder in eine zusätzliche Ausbildung investieren, aber es ging darum, kreativ zu sein, wie ich mein Einkommen aufbessern konnte", sagt sie

3. Sie legt ihr Geld auf verschiedenen Anlagekonten an

Ein großer Teil des Erfolgs bei FIRE besteht darin, die Ausgaben zu kürzen und aggressiv zu sparen, aber der wohl wichtigste Teil ist die Anlage des Geldes. Aufgrund der Inflation beinhaltet der Weg in den Ruhestand für die meisten Menschen zumindest irgendeine Form der Investition, sei es über eine 401(k), 403(b), IRA oder ein anderes gewähltes Konto. Dabei handelt es sich um US-amerikanische Vorsorgemodelle, die im Zusammenhang mit dem Arbeitgeber stehen und bereits während der Arbeitsphase bespart werden.

Catie hatte vor ihrer FIRE-Reise etwa 30.000 Dollar gespart, die sie über den amerikanischen Robo-Advisor "Wealthfront" investierte. Jetzt investiert sie den Großteil ihres Einkommens in ihre arbeitgeberfinanzierte 401(k), ihre Roth IRA und ihr HSA (Gesundheitssparkonto). Außerhalb dieser Konten investiert sie fast ausschließlich in Indexfonds. "Ich bin bei Schwab Total Stock Market Fund", sagt sie.

4. Wegen der COVID-19-Pandemie ist sie wieder bei ihren Eltern eingezogen.

Ursprünglich war das nie Teil ihres Plans, aber wegen der Pandemie zog sie wieder zu ihren Eltern. Da sie nun mietfrei wohnt, konnte sie ihre Ausgaben im letzten Jahr drastisch reduzieren. "Ich habe großes Glück, dass meine Eltern mich mietfrei wohnen lassen, um mir bei meinem Traum zu helfen", sagt sie. Diese Veränderung hat dazu beigetragen, dass sie ihrem Ziel noch schneller näher kommen könnte.

5. Obwohl sie einen großen Teil ihres Einkommens spart, genießt sie das Leben

Catie spart etwa 80 Prozent ihres Einkommens – ein üblicher Prozentsatz für viele, die an FIRE teilnehmen. Aber für manche ist diese hohe Sparquote eine der unattraktivsten Eigenschaften der Bewegung. Denn oft wird angenommen, dass eine so hohe Sparrate auch bedeutet, dass man auf die Annehmlichkeiten im Hier und Jetzt verzichten muss.

Aber so lebt sie nicht. "Ich gehe einfach sehr bewusst mit meinen Ausgaben um", erklärt sie. Sie geht immer noch mit Freunden essen und etwas trinken in Restaurants und Bars. Sie will Geld für Reisen ausgeben, wenn die Pandemie es zulässt. "Ich habe herausgefunden, was mich glücklich macht", sagt sie. Um die Dinge zu tun, die sie liebt, verzichtet sie auf andere Dinge, wie teure Kleidung oder kostspielige Friseurbesuche. Sie führt nicht Buch über ihre täglichen Ausgaben, aber sie genau, wie hoch die Kosten sind und achtet darauf, dass sie immer genug auf ihrem Girokonto hat, um diese zu decken.

Sie achtet auch darauf, dass sie einen Teil ihres Geldes verwendet, um ihre Erfolge und Meilensteine zu feiern, sich zu belohnen. "Es ist ein langer Weg, das geht nicht von heute auf morgen, es dauert Jahre und Jahre", sagt sie. Aber sie ist entschlossen, die Fahrt genauso zu genießen wie das Ziel.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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