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Devisen: Euro gibt nach Powell-Ernennung merklich nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Montag mit Kursverlusten auf die Wiederernennung des Vorsitzenden der US-Notenbank Fed reagiert. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung nach Bekanntwerden der Personalie um etwa einen halben Cent auf 1,1236 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Mitte 2020. Schon in den vergangenen Wochen hat der deutlich Euro zur Schwäche tendiert.

Zuletzt erholte sich der Euro ein wenig und kostete 1,1252 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1278 (Freitag: 1,1271) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8867 (0,8872) Euro.

Der Dollar legte zu vielen wichtigen Währungen zu. Auslöser war eine Mitteilung des Weißen Hauses zur Spitze der Federal Reserve. Demnach bleibt der jetzige Fed-Chef Jerome Powell auch nach Februar Vorsitzender des geldpolitischen Ausschusses FOMC. Seine Stellvertreterin wird Lael Brainard, die als seine Konkurrentin im Kampf um die Fed-Spitze galt.

"Die Märkte werten dies als falkenhafte Entscheidung", kommentierte das Analysehaus Capital Economics. Als Falken werden Geldpolitiker mit eher straffer Ausrichtung bezeichnet. Powell vertritt im Vergleich zu Brainard eine etwas straffere Linie als Brainard. Die Unterschiede sind aber nicht besonders groß, weshalb Fachleute bereits im Vorfeld geurteilt hatte, die geldpolitischen Veränderung im Falle eines Wechsels im Chefsessel seien vermutlich gering.

"Die Nominierung Jerome Powells wird an den Finanzmärkten wohlwollend aufgenommen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Fed wird unter Powell weiterhin an der Drosselung der Anleihekäufe festhalten. Mit einer ersten Zinserhöhung rechnet Gitzel im kommenden Jahr. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind hingegen noch keine Zinserhöhungen in Sicht. Dies belastet den Euro. Hinzu kommt die verschärfte Corona-Lage in vielen Ländern der Eurozone. Ž

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83923 (0,83928) britische Pfund, 128,69 (128,22) japanische Yen und 1,0454 (1,0462) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1815 Dollar gehandelt. Das waren 29 Dollar weniger als am Vortag.

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