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Deutsche Landesbanken kündigen Abbau von rund 4000 Jobs an

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

Die LBBW hat in dieser Woche den Abbau von hunderten Stellen angekündigt. Damit ist sie in der Branche nicht allein.

Nicht nur in Baden-Württemberg werden Arbeitsplätze abgebaut. (Bild: Getty Images)
Nicht nur in Baden-Württemberg werden Arbeitsplätze abgebaut. (Bild: Getty Images)

Auch die anderen großen Landesbanken wollen in Zukunft mit weniger Mitarbeitern auskommen und über die nächsten Jahre stellen streichen. Schon seit langem stehen die Erträge unter Druck, jetzt drohen zudem Kreditausfälle wegen der Coronakrise. Hier eine Übersicht zu den Sparplänen.

Helaba

Die Helaba erklärte im Februar vergangenen Jahres, sie werde Arbeitsplätze im Kerninstitut streichen. Insgesamt sollten bis 2023 rund 380 bis 400 Stellen wegfallen, hieß es. Mit dem Schritt wolle die Bank ihre Kosten unter Kontrolle halten und den Druck auf die Erträge abfedern. Die Kosteneinsparungen seien angesichts der Herausforderungen in der Branche “alternativlos”.

LBBW

Die LBBW will rund 700 Stellen streichen sowie etwa 100 Millionen Euro bis Ende 2024 gegenüber 2019 einsparen, wie ein Sprecher der Bank am Donnerstag sagte. Er bestätigte damit Äußerungen von Vorstandschef Rainer Neske in einem Interview mit der Börsen-Zeitung. Wo im Konzern genau gespart werde, stünde allerdings noch nicht fest.

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NordLB

Die NordLB verkündete 2019 im Rahmen ihrer Rettung den Abbau von mehr als 2000 weiteren Jobs. Die Landesbank musste mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt werden, nachdem notleidende Schiffskredite sie in die Schieflage gebracht hatten. Der Kapitalspritze war ein zähes Ringen der alten Träger, darunter das Land Niedersachsen, und der Sparkassen-Finanzgruppe vorausgegangen.

BayernLB

Die Münchener Landesbank hatte Ende 2019 erklärt, das Kapitalmarktgeschäft deutlich zurückfahren und in Zukunft verstärkt auf die Direktbank-Tochter DKB und das gewerbliche Immobiliengeschäft setzen zu wollen. Unterm Strich sollten rund 800 Stellen wegfallen, wie die BayernLB später klarstellte. Betriebsbedingte Kündigungen waren bis Herbst 2022 ausgeschlossen.

DekaBank

Die DekaBank ist zwar keine Landesbank, gehört aber ebenso zur Sparkassen-Gruppe. Zuletzt wurde eine Fusion mit der Helaba diskutiert. Bei der DekaBank läuft derzeit ein Programm, bei dem über mehrere Jahre bis zu 400 Stellen abgebaut werden. Das Gros soll früheren Angaben zufolge über natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen erfolgen.

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