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Deutsche Bank beißt auf Granit bei Bankenabwicklungs-Beiträgen

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG kommt offenbar mit dem Versuch nicht weiter, einen großen Posten bei ihren regulatorischen Kosten einzudämmen. Eine Senkung der Beiträge zum europäischen Fonds für Bankenabwicklungen ist nicht in Sicht, heißt es bei Personen, die mit der Situation vertraut sind.

Die Frankfurter führen eine Kampagne von Banken an, die die Beiträge zum sogenannten einheitlichen Abwicklungsfonds der Europäischen Union senken wollen, heißt es bei den Personen. Doch weder bei Regierungen noch in der Kommission sei der Wille groß, eine Änderung zu betreiben, die vor allem ein paar wenigen großen Banken zugute kommen würde, ist zu hören.

Die europäischen Geldhäuser versuchen seit Beginn der Pandemie, diese als Begründung für regulatorische Erleichterungen zu nutzen. Die Deutsche Bank zahlt zwar nicht am meisten in den Abwicklungsfonds ein, der alleine von den 20 größten Banken dieses Jahr rund 7,1 Milliarden Euro erhalten wird. Sie beschwert sich aber am lautesten.

Der einheitliche Abwicklungsfonds - auch bekannt unter seiner englischen Abkürzung SRF - wurde 2015 eingerichtet als Teil der Antwort auf die Finanzkrise. Über ihn sollen die Banken selbst für die Abwicklung scheiternder Institute aufkommen. Bis 2023 sollen Mittel in Höhe von rund 1% der gedeckten Spareinlagen eingebracht werden. Die Geldschwemme der Zentralbanken hat diesen Betrag in den letzten Jahren jedoch deutlich anwachsen lassen: statt der ursprünglich geplanten rund 55 Milliarden Euro sollen nun über 70 Milliarden Euro erreicht werden.

Zusammen mit anderen bankspezifischen Steuern, Gebühren und Einzahlungen - etwa in die deutsche Einlagensicherung - summieren sich die regulatorischen Kosten der Deutschen Bank im laufenden Jahr auf 571 Millionen Euro. Dieser Betrag könnte auf rund 400 Millionen Euro sinken, wenn die Beiträge zum SRF gedeckelt würden. “Wir drängen weiter auf Änderungen in 2022”, sagte CEO Christian Sewing Ende April. Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Jan Reinder De Carpentier, der Vizechef der von der Deutschen Elke König geleiteten EU Bankenabwicklungsbehörde SRB, verteidigte die Beiträge in einer Antwort auf Fragen von Bloomberg News. Der Fonds sei eine Säule des EU-Bankenregimes, mit dem Kosten für Steuerzahler vermieden werden sollen.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank’s Fight to Cut Key Regulatory Cost Is Falling Flat

(Wiederholung von Mittwoch.)

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©2021 Bloomberg L.P.

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