Deutsche Märkte öffnen in 5 Stunden 53 Minuten
  • Nikkei 225

    27.429,28
    +102,17 (+0,37%)
     
  • Dow Jones 30

    34.086,04
    +368,95 (+1,09%)
     
  • BTC-EUR

    21.298,72
    +103,06 (+0,49%)
     
  • CMC Crypto 200

    524,33
    +5,54 (+1,07%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.584,55
    +190,74 (+1,67%)
     
  • S&P 500

    4.076,60
    +58,83 (+1,46%)
     

Deutsche Bank beantragt Abweisung von ‘Sündenbock’-Klage in NY

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG beantragt die Abweisung der New Yorker Klage eines ehemaligen Händlers, der behauptet, das Institut habe ihn zum Sündenbock für die Manipulation des Libor-Marktes gemacht.

Die Anwälte der Bank erklärten am Freitag in einem Schriftsatz, entgegen den Behauptungen des Klägers Matthew Connolly gebe es keine Beweise dafür, dass die Bank die Strafverfolgung des Händlers “initiiert” oder falsche und irreführende Aussagen über ihn gemacht habe.

Connolly hatte bei der Deutschen Bank die New Yorker Handelsabteilung geleitet. 2018 wurde er zu neun Monaten Hausarrest und einer Geldstrafe von 100.000 Dollar verurteilt, weil er Libor-Meldungen der Deutschen Bank in betrügerischer Absicht manipuliert haben sollte. Ein Berufungsgericht sprach sie jedoch letzten Januar frei, da es keine ausreichenden Beweise dafür sah, dass die beiden Männer die Bank zu den falschen Meldungen verleitet hatten.

Mehr zum Thema: Ex-Deutsche-Bank-Händler verklagt Bank nach Freispruch in USA

Der Libor (die Abkürzung steht für London Interbank Offered Rate) basiert auf einer täglichen Erhebung der von den Banken geschätzten Zinsen kurzfristiger Kredite. Er dient als Maßstab für die Bewertung von Finanzprodukten im Volumen von Billionen Dollar.

Im November reichte Connolly gegen die Deutsche Bank eine Klage wegen böswilliger Beschuldigung ein und forderte 150 Millionen Dollar Schadenersatz.

In ihrem Antrag auf Abweisung der Klage erklären die Anwälte der Bank, dass die Zusammenarbeit des Instituts mit der Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen gegen Connolly nicht böswillig war. “Wenn jemand für die Situation von Herrn Connolly verantwortlich ist, ist es nicht die Deutsche Bank”, sagten sie.

Zur Bereinigung des Libor-Skandals hatte die Deutsche Bank einem Vergleich zugestimmt, im Rahmen dessen sie eine Geldbuße von 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) zahlte und personelle Veränderungen vornahm.

Aktenzeichen: Connolly gegen Deutsche Bank AG, 22-cv-9811, US District Court, Southern District of New York (Manhattan).

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Urges Judge to Toss Ex-Trader Libor Scapegoat Suit

More stories like this are available on bloomberg.com

©2023 Bloomberg L.P.