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Deutsche Anleihen geben nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag mit Kursverlusten in die neue Woche gegangen. Händler nannten als Grund die Aussicht auf bald verfügbare Corona-Impfstoffe. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future <DE0009652644> fiel bis zum Abend um 0,14 Prozent auf 175,48 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf minus 0,58 Prozent.

Als sicher empfundene Anlagen wie Bundeswertpapiere werden derzeit durch die Aussicht auf wirksame Corona-Impfstoffe unter Druck gesetzt. Die kurzfristigen Belastungen durch neue Infektionswellen und zusätzliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens wiegen an den Märkten weniger stark.

Für zusätzliche Belastung sorgten überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA. Obwohl die USA derzeit von einer heftigen Corona-Welle heimgesucht werden, hellte sich die Unternehmensstimmung im November deutlich auf. Das Stimmungsbarometer des Forschungsunternehmens Markit stieg auf den höchsten Stand seit gut fünfeinhalb Jahren. Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem ersten Eindruck nach der US-Präsidentenwahl und einem sehr ermutigenden Umfrageergebnis.

Die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum gaben hingegen deutlich nach, insbesondere im Dienstleistungsbereich. Volkswirte interpretierten dies als schlechtes Omen für die konjunkturelle Entwicklung im Winterquartal. Einen derart extremen Wirtschaftseinbruch wie im Frühjahr während der ersten Corona-Welle erwarten sie aber nicht.