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Destabilisierung Moldaus: USA sanktionieren sieben Personen

WASHINGTON (dpa-AFX) -Wegen mutmaßlicher Umsturzversuche im ukrainischen Nachbarstaat Moldau haben die USA Sanktionen gegen Personen mit angeblichem Kontakt zum russischen Gehheimdienst verhängt. Die nun mit Sanktionen belegten Personen "waren Teil einer Verschwörung, die darauf abzielte, aus Protesten in Chisinau Kapital zu schlagen und das Regierungsgebäude der Republik Moldau zu besetzen", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrat der USA, John Kirby, am Montag in Washington. Ihr Vermögen in den Vereinigten Staaten wurde eingefroren.

Die vom US-Finanzministerium Sanktionierten bewegten demnach Anti-Regierungsgruppen in dem ukrainischen Nachbarstaat zu Demonstrationen und wollten damit die demokratisch gewählte Regierung stürzen - in Zusammenarbeit mit einem Oligarchen aus Moldau, der im Exil lebt. Tatsächlich habe es im Februar und März diesen Jahres Proteste von Tausenden Menschen in der Hauptstadt Chisinau gegen die Regierung gegeben.

Die nach Westen strebende Regierung der Ex-Sowjetrepublik Moldau war zuletzt zunehmend ins Visier Moskaus geraten. Das zwischen Rumänien und der Ukraine liegende Land hat auch wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine mit großen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Mit rund 2,6 Millionen Einwohnern ist es ohnehin bereits eines der ärmsten Europas. In der abtrünnigen Region Transnistrien sind seit den 1990er Jahren russische Soldaten stationiert. Politisch ist Moldau zwischen proeuropäischen und prorussischen Kräften gespalten. In die Nato strebt Moldau nicht.