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Dax schließt knapp unter 16.000 Punkten

Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Am vierten Verlusttag in Folge ist der Dax am Donnerstag unter 16.000 Punkte gedrückt worden. Nach einem Rutsch bis auf 15.810 Punkte konnte der deutsche Leitindex im Tagesverlauf aber schon eine Gegenbewegung starten. Das Minus reduzierte der Dax mit 15.988,16 Punkten auf nur noch moderate 0,22 Prozent. Getrieben von Kurssprüngen bei einigen Schwergewichten drehte der MDax sogar klar mit 1,19 Prozent auf 26.898,25 Punkte ins Plus.

An diesem Donnerstag standen die Zinsentscheide mehrerer Notenbanken im Blickfeld. Die Schweizer Notenbank erhöhte den Leitzins erwartungsgemäß um weitere 0,25 Prozentpunkte, während die norwegischen und britischen Währungshüter ihren Straffungskurs mit überraschend deutlichen Zinsanhebungen um 0,5 Prozentpunkte fortsetzten. Die Gewissheit darüber belastete den Dax im Tagesverlauf jedoch nicht zusätzlich, das Tagestief stand schon sehr früh zu Buche.

Unternehmensseitig machte ein möglicher Übernahmepoker um Covestro weiter Schlagzeilen. Der Kunststoffkonzern hat Kreisen zufolge einen ersten Übernahmevorschlag des Ölkonzerns Abu Dhabi National Oil (Adnoc) über fast elf Milliarden Euro als unzureichend abgelehnt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Die Spekulationen auch über mögliche weitere Gespräche hielten die Rally intakt: Mit einem Anstieg um 2,5 Prozent bauten die Covestro-Aktien ihr bisheriges Wochenplus auf fast 16 Prozent aus.

Im Dax waren mit Sartorius und Zalando noch zwei Werte gefragt, die in diesem Jahr bislang zu den größten Verlierern zählen. Bei dem Laborausrüster Sartorius, dessen Aktien um 4,7 Prozent stiegen, gab es eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank. Laut dem Analysten Odysseas Manesiotis ist der anhaltende Abbau von Lagerbeständen inzwischen eingepreist und die Bewertung damit wieder vielversprechend.

Beim Zalando-Plus von 3,9 Prozent spielte Übernahmefantasie in der Internet-Branche eine Rolle. Spekulationen über Interesse aus den USA rankten sich am Donnerstag um Ocado, einen britischen Spezialisten für den Online-Lebensmitteleinzelhandel. Noch mehr galt dies als Antreiber dafür, dass die Aktien des Kochboxenlieferanten Hellofresh an der MDax-Spitze um 17 Prozent hoch sprangen. Auch die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero zogen dort um 5,3 Prozent an. Goldman Sachs hatte sie zusätzlich in einer Erststudie zum Kauf empfohlen.

Über üppige Kursgewinne konnten sich sonst noch die Anleger von Puma im MDax freuen: Mit einem Kurssprung um zehn Prozent holten sie mehrere Verlusttage wieder auf. Manche Händler verwiesen auf vagen Optimismus vor dem Quartalsende. Die anstehenden Zahlen dürften pessimistischer gewordene Annahmen der Anleger nicht so stark bestätigen wie zuvor befürchtet, schrieb der Jefferies-Analyst James Grzinic in einer Studie.

Auf internationaler Ebene verlor der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 0,4 Prozent auf 4304,47 Punkte. An den Börsen in Paris und London gab es recht deutliche Verluste. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zuletzt fast auf Vortagsniveau. An der technologielastigen Nasdaq-Börse war das Vorzeichen nach drei Verlusttagen wieder positiv.

Der Euro wurde zum europäischen Börsenschluss mit 1,0962 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0985 (Mittwoch: 1,0923) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9103 (0,9155) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,50 Prozent am Vortag auf 2,53 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 124,52 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,73 Prozent auf 132,72 Punkte.