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Credit Suisse hat bei Greensill schwer gegen Pflichten verstoßen

(Bloomberg) -- Die Credit Suisse Group AG hat in der Affäre um den Lieferketten-Finanzierer Greensill Capital “in schwerer Weise gegen die aufsichtsrechtlichen Pflichten verstoßen”. Das ist das Ergebnis eines Verfahrens der Schweizer Bankenaufsicht Finma. Gegen vier frühere Banker hat die Behörde “Enforcementverfahren” eingeleitet.

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Die Finma verpflichtet das Geldhaus außerdem zu mehreren Abhilfemaßnahmen. Dazu gehört eine periodische Überprüfung der wichtigsten rund 500 Geschäftsbeziehungen auf Geschäftsleitungsebene im Hinblick auf Gegenparteirisiken, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Bank muss zudem die Verantwortlichkeiten ihrer 600 höchsten Angestellten in einem “Verantwortlichkeitsdokument” festhalten, so die Finma.

Die Namen der vier ehemaligen Banker, denen ein eigenes Verfahren bevorsteht, nannte die Finma nicht.

Bankchef Ulrich Körner sagte in einer separaten Mitteilung, er begrüße den Abschluss des Verfahrens. “Das Verfahren der Finma bestätigt viele der Erkenntnisse aus der vom Verwaltungsrat in Auftrag gegebenen unabhängigen Untersuchung und unterstreicht die Wichtigkeit der Massnahmen, die wir in den vergangenen Jahren getroffen haben, um unsere Risiko- und Compliance-Kultur zu stärken”, sagte Körner.

Nach dem Zusammenbruch von Greensill Capital hat die Credit Suisse eine Familie von Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 10 Milliarden Dollar eingefroren, die mit Greensill verbunden waren. Diese werden derzeit noch abgewickelt. Die Fonds hatten in Kredite investiert, die durch Rechnungen besichert waren, die innerhalb weniger Wochen oder Monate fällig waren, was sie zu einer relativ sicheren Anlage machte.

Mit zunehmender Größe wich Greensill jedoch von diesem Konzept ab, und fing an, Geld gegen erst künftig erwartete Rechnungen zu verleihen, die noch gar nicht gestellt waren. Das führte schließlich zum Zusammenbruch vor rund zwei Jahren.

Überschrift des Artikels im Original:Credit Suisse ‘Seriously Breached’ Obligations in Greensill Case

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