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Corona-Tests: IG Metall appelliert an Verantwortung der Unternehmen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die IG Metall hat in der Debatte um mehr Corona-Tests an die Firmen appelliert. "Es ist die Verantwortung der Unternehmen, jetzt allen im Betrieb anwesenden Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich einen kostenfreien Test anzubieten", erklärte die Gewerkschaft.

Der Gesundheitsschutz liege auch in der Verantwortung der Unternehmen. "Hierzu brauchen wir in der Wirtschaft eine Teststrategie", so die Gewerkschaft. Tests wie Impfungen könnten die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus im Betrieb keinesfalls ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

Die IG Metall werde im Interesse der Gesundheit der Beschäftigten die praktische Umsetzung von Tests in Firmen unterstützen und dort, wo sie nicht oder nur zögerlich erfolgten, anmahnen. Die Beschäftigten sollten dieses Angebot annehmen, um die Gesamtstrategie zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens zu unterstützen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will" unzufrieden gezeigt mit der Umsetzung der Selbstverpflichtung der Wirtschaft, dass jeder Mitarbeiter, der nicht im Homeoffice ist, sich möglichst zweimal pro Woche testen lassen kann. Sie habe den Eindruck, dass dies doch nicht flächendeckend umgesetzt werde, machte Merkel deutlich. Man müsse das Testen in den Betrieben "wahrscheinlich" verpflichtend machen. Spitzenverbände der Wirtschaft lehnten eine Corona-Testpflicht für Firmen ab.

Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, wies Vorwürfe zurück, die Wirtschaft unternehme nicht genügend. Die Branche sei beim Testen "ausgesprochen engagiert" unterwegs. Die Unternehmen der Automobilindustrie - auch viele kleine und mittelständische Betriebe -, ihre Betriebsärzte und Gesundheitsorganisationen intensivierten ihre Anstrengungen dabei immer weiter im Rahmen der Möglichkeiten. "Fakt ist: Wir sind bereit, mehr zu tun", so Müller. "Wir können und wollen in unseren Unternehmen impfen, wollen die öffentliche Hand bei der Impfstrategie unterstützen - und das lieber heute als morgen."