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Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert Tedi-Desinfektionsmittel und True-Fruits-Smoothie

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin

Desinfektionsmittel ist zu Corona-Zeiten für die Hygiene wichtig. Aber es birgt auch Vergiftungsgefahren. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert nun zwei Produkte aufgrund ihrer Aufmachung.

Hygiene ist in Corona-Zeiten wichtig - die richtige Verpackung ebenfalls. (Symbolbild: Getty)

Desinfektionsmittel gehören seit Beginn der Corona-Pandemie mit zum Alltag. In Geschäften, Banken, Schwimmbädern hängen Spender mit dem Hinweis „Bitte Hände desinfizieren!“. Aber ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitteln ist wichtig. Denn wird Desinfektionsmittel versehentlich getrunken, kann das zu schweren gesundheitlichen Beschwerden wie Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder auch Absacken des Blutzuckerspiegels führen.

Besonders Kinder sind in Gefahr, Desinfektionsmittel mit Getränken zu verwechseln. Deshalb zeigt sich die Verbraucherzentrale Hamburg derzeit verärgert über ein Desinfektionsmittel, das von Tedi vertrieben wird. Es wird in einer PET-Getränkeflasche verkauft, die denen von isotonischen Sportdrinks gleicht.

„Wir finden das ist brandgefährlich, vor allem für Kinder, die diese Flaschen kaum unterscheiden können. Unsere Meinung: Solche Flaschen haben nichts im Handel zu suchen“, so die Verbraucherzentrale.

„Absoluter Blödsinn“ von True Fruits

Außerdem hat die Verbraucherzentrale noch einen neuen Smoothie von True Fruits im Visier, die schon zuvor für kontroverse Werbung Kritik ernteten.

Seit Neuestem ist nun ein Smoothie im Design des Desinfektionsmittels Sagrotan in den Kühltheken zu finden. Der Smoothie ist zwar völlig ungefährlich, aber die  Verbraucherzentrale Hamburg versteht das nicht als Spaß: „Der Inhalt ist ungefährlich, aber der Hersteller spielt mit der Angst der Verbraucher und erweckt den Anschein, dass dieser wie ein Desinfektions- oder Reinigungsmittel gegen Viren und Corona helfen könnte. Absoluter Blödsinn, wie wir finden.“

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