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Chinas BIP stieg im ersten Quartal um 5,3 Prozent – doch die Wirtschaftsmacht hat seine Probleme noch nicht überstanden

Der chinesische Präsident Xi Jinping auf der vierten Plenartagung des Nationalen Volkskongresses am 11. März 2023 in Peking, China. - Copyright: Lintao Zhang/Getty Images
Der chinesische Präsident Xi Jinping auf der vierten Plenartagung des Nationalen Volkskongresses am 11. März 2023 in Peking, China. - Copyright: Lintao Zhang/Getty Images

Seit der Pandemie leidet Chinas Wirtschaft unter verlangsamten Wachstum – nun meldet das Land robuste Ergebnisse für das erste Quartal 2024. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im vergangenen Quartal um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Das übertraf das Wachstum von 5,2 Prozent im vierten Quartal 2023 und die "Bloomberg"-Prognosen, die bei 4,8 Prozent lagen.

"Wir hatten einen guten Start", sagte Sheng Laiyun, stellvertretender Direktor der NBS, auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Industrie sei ein wichtiger Wachstumsfaktor, der im ersten Quartal mehr als ein Drittel zum Wachstum beigetragen habe.

Louise Loo, China-Ökonomin bei Oxford Economics, schrieb am Dienstag in einer Notiz, dass die chinesische Wirtschaft im ersten Quartal auch von den Konsumausgaben anlässlich des Neujahrsfestes im Februar gestützt worden sei. Doch trotz der rosigen Zahlen zeigt ein genauerer Blick auf die Daten, dass die Wirtschaft noch immer schwächelt.

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Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verfehlten damit die "Bloomberg"-Prognose von 4,8 Prozent Wachstum. Auch die Industrieproduktion lag im März mit 4,5 Prozent hinter den Prognosen zurück und damit deutlich unter den von Analysten prognostizierten sechs Prozent.

"Einige Indikatoren für die Aktivität im März deuten auf eine Schwäche nach dem Mondneujahrsfest hin", sagte Loo. Insbesondere der chinesische Immobilienmarkt befinde sich angesichts der Schuldenkrise weiterhin in einer schwierigen Lage, und die wertmäßigen Verkäufe neuer Häuser sind im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast 31 Prozent gesunken.

Und: Die Daten enthalten nicht die chinesische Jugendarbeitslosigkeit, die im Juni 2013 einen Rekordwert von 21,3 Prozent erreichte, bevor Peking die Methodik für diese Kennzahl änderte und Vollzeitstudenten ausschloss.

China befindet sich in einer "Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten"

Die am Dienstag veröffentlichten Daten spiegeln die sich verändernde wirtschaftliche Landschaft Chinas wider. Traditionell stützt sich Chinas Wirtschaft auf das Wachstum im Immobiliensektor und in der Niedriglohnproduktion. Peking versucht nun, sich auf drei neue Triebkräfte im grünen Sektor zu konzentrieren: Elektroautos, Solarzellen und Lithium-Ionen-Batterien.

Dies hat zu einer "Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten" geführt, in der einige Sektoren gut abschneiden – aber immer noch nicht genug, um den massiven Einbruch im Immobiliensektor auszugleichen, der rund ein Viertel des chinesischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

"Die jüngste wirtschaftliche Erholung wurde vom Export getragen. Ich denke, es ist eine Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten", sagte Raymond Yeung, Chefökonom für China bei der Australia and New Zealand Banking Group, laut Reuters. "Die Binnennachfrage ist immer noch schwach, aber die Exporte laufen gut."

Yeung sagte, er erwarte, dass die chinesische Wirtschaft im zweiten Quartal des Jahres einen ähnlichen Weg einschlagen werde. Loo von Oxford Economics hingegen erwartet für das zweite Quartal Gegenwind für Chinas Wachstum, da sich die Ausgaben der privaten Haushalte normalisieren und die aufgestauten Lagerbestände auf den Markt kommen.

Chinas Wachstumsziel für dieses Jahr liegt bei rund fünf Prozent.

Lest den Originalartikel auf Englisch hier.

Dieser Artikel erschien am 16. April 2024 und wurde aktualisiert.