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Darum wird China auf die EU-Strafzölle auf E-Autos weniger aggressiv reagieren, als viele denken

Chinas Präsident Xi Jinping steht vor der Frage, ob er einen Handelskonflikt mit den USA und Europa eskaliert.  - Copyright: picture alliance /AssociatedPress/Tingshu Wang
Chinas Präsident Xi Jinping steht vor der Frage, ob er einen Handelskonflikt mit den USA und Europa eskaliert. - Copyright: picture alliance /AssociatedPress/Tingshu Wang

Niemand gewinnt in Handelskriegen. Erhebt eine Seite Strafzölle, tut dies auch die andere. Verbietet die eine Seite Produkte, verbietet die andere Produkte. Unter dem Strich verursacht ein Handelskrieg so vor allem eines: hohe Kosten, für alle.

Umso verständlicher ist die Aufregung um den sich verschärfenden Handelskonflikt zwischen China und der EU. China subventioniert seine heimischen Unternehmen stark, auch und gerade in der Autoindustrie. Günstige chinesische E-Autos stehen in Konkurrenz zu solchen europäischer Hersteller. In einem unfairen Wettbewerb, so die Ansicht der EU-Kommission.

Sie droht China nun mit Strafzöllen; ab dem 4. Juli könnten sie mit Werten bis zu 48 Prozent auf chinesische E-Autos gelten. China verwehrt sich gegen die europäische Kritik – und könnte auf die Strafzölle mit eigenen Maßnahmen antworten.

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Mit welchen ist noch offen; noch ist Zeit für Brüssel und Peking, sich vor dem Ausbruch eines Handelskonflikts auf gemeinsame Wettbewerbsregeln zu einigen. Unklar ist zudem, wie stark China gegen die EU zurückschlagen würde. Doch einige Ökonomen glauben: Die Regierung von Präsident Xi Jinping könnte zurückhaltend agieren.

"Wenn China in gleicher Weise mit aggressiven Zöllen antwortet, riskiert es einen Handelskrieg", sagte Joe Peissel, Wirtschaftsanalyst beim Forschungsunternehmen Trivium China, der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Peking versucht verzweifelt, dies zu vermeiden", sagte er. Das private deutsche China-Forschungsinstitut Merics geht davon aus, dass die Volksrepublik Strafzölle auf Konsumprodukte wie Käse, Fleisch oder Alkoholika erheben könnte.

"Peking wird die EU-Produkte, die es noch braucht, nicht ins Visier nehmen", schrieb Jacob Gunter, leitender Analyst bei Merics, am Donnerstag in einer Mitteilung. Zu diesen Gütern gehörten Maschinen, hochwertige industrielle Vorprodukte, Chemikalien und medizintechnische Produkte.

Auch Ja Ian Chong, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der Nationalen Universität Singapur, glaubt an eine Zurückhaltung Chinas. Er sagte Bloomberg: "Peking will wahrscheinlich einen Zollkrieg vermeiden und gleichzeitig seinen EVs den Zugang zum europäischen Markt ermöglichen. Eine Überreaktion könnte beide Ziele gefährden."

jg