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Bitcoin-Rally geht weiter – Kryptowährung ist das Investment der Corona-Pandemie

·Lesedauer: 3 Min.

Der Höhenflug der Digitalwährung setzt sich in einem rasanten Tempo fort. Doch auf dem Kryptomarkt gibt es auch gegenteilige Entwicklungen.

Der Bitcoin ist die älteste und mit Abstand bekannteste Digitalwährung. Foto: dpa
Der Bitcoin ist die älteste und mit Abstand bekannteste Digitalwährung. Foto: dpa

Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihre Rekordjagd auch im neuen Jahr fort. Am Sonntagmittag stieg der Bitcoin-Kurs laut Refinitiv-Daten auf ein neues Rekordhoch von 34.822 Dollar.

Damit verteuerte sich der Bitcoin seit Beginn des neuen Jahres um mehr als 5000 Dollar oder fast 20 Prozent. Auf anderen Handelsplätzen, von denen es zahlreiche gibt, können die Rekordstände abweichen, da es keinen zentralen Bitcoin-Handel gibt.

Für Timo Emden, Marktanalyst vom Analysehaus Emden Research, „ist und bleibt der Bitcoin die Investment-Antwort auf die Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen expansiven fiskalpolitischen Maßnahmen der Notenbanken Fed und EZB“. Die Investoren sehen seiner Ansicht nach in der Kryptowährung ein vertrautes Hedge- und Diversifikationsinstrument, um Inflationsrisiken entgegenwirken zu können.

Der jüngste Höhenflug des Bitcoin ist beeindruckend. Gestartet zu Jahresbeginn 2020 mit etwa 8000 Dollar, fiel der Kurs während der ersten Corona-Welle im Frühjahr zunächst auf weniger als 4000 Dollar. Danach begann ein langsamer Anstieg, der sich im Herbst stark beschleunigte. Seit Ende September kletterte der Kurs inzwischen um mehr als 20.000 Dollar oder fast 190 Prozent.

Der Bitcoin ist die älteste und mit Abstand bekannteste Digitalwährung. Laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap beträgt die Marktkapitalisierung rund 633 Milliarden Dollar.

Und ein Ende der Kurssteigerungen ist derzeit nicht in Sicht. „Dass das Mainstream-Interesse bis dato noch im Rahmen bleibt und folgerichtig größere Kursverwerfungen ausbleiben, spricht dafür, dass die breite Masse noch nicht im Markt vertreten ist“, meint Emden. „Viele Privatanleger trauen sich nach wie vor an ein Investment nicht heran und bleiben hinter der Seitenlinie“.

Für den jüngsten Höhenflug wird am Markt immer wieder angeführt, dass die Digitalwährung zuletzt stärker in den Fokus großer Finanzinvestoren gerückt sei und stärker nachgefragt werde.

Mit alternativen Anlagen absichern

Vor allem die Ankündigung des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden das Bezahlen mit Bitcoins zu ermöglichen, hatte einen enormen Nachfrageschub zu Folge. Gesteigert wird das Interesse an Digitalwährungen auch durch die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehende stark steigende Staatsverschuldung. Einige Anleger fürchten deswegen eine mittel- bis längerfristig steigende Inflation, wogegen sie sich mit alternativen Anlagen absichern wollen.

Am Markt für Digitalwährungen gibt es aber auch des genau Gegenteil namens Ripple. Der Kurs der bis vor kurzem drittgrößten Kryptowährung hinter Bitcoin und Ethereum hat sich in den vergangenen zwei Wochen mehr als halbiert. Die Schweizer Bank Vontobel hat Produkten auf Rippel zum 29. Dezember 2020 eingestellt und wird sie am 5. Januar 2021 auszahlen.

Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung hat der Krypto-Broker Bitcoin Suisse seine Kunden informiert, dass der Handel mit Ripple vorerst ausgesetzt werde. „Kunden, welche noch Ripple bei Bitcoin Suisse halten, können diese nach wie vor verkaufen“, erklärt ein Sprecher von Bitcoin Suisse. Das Unternehmen werde die Situation rund um diese Krypto-Währung verfolgen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen treffen.

Mit Agenturmaterial