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Von Bierkonzern-Familie: Berliner Hotel Startup Numa sammelt 56 Millionen Euro ein

Inga Laudiero, Co-Gründerin und Chief Creative Officer der Numa Group: „Wir demokratisieren das Boutique-Hotel-Feeling für den Massenmarkt." - Copyright: Numa Group
Inga Laudiero, Co-Gründerin und Chief Creative Officer der Numa Group: „Wir demokratisieren das Boutique-Hotel-Feeling für den Massenmarkt." - Copyright: Numa Group

Das Berliner Hotel-Startup Numa hat rund 56 Millionen Euro (59 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Bereitgestellt wird das Kapital unter anderem vom bekannten Investor Verlinvest, hinter dem die Familie des Bierkonzerns Anheuser Busch steht. Zur Bewertung im Rahmen der Finanzierungsrunde macht das Unternehmen keine Angaben, mit Verweis auf Finanzkreise schreibt das Handelsblatt von einem Betrag von mehr als 300 Millionen Dollar.

Hinter der Numa Group, die 2019 unter dem Namen Cosi Group an den Start ging, stehen Christian Gaiser, der einstige Gründer und CEO von Kaufda, Inga Laudiero, Gerhard Maringer und Dimitri Chandogin. Finanziert wurde das Projekt bislang vom Technologieinvestor DN Capital, der zuvor Auto1, HomeToGo oder Shazam finanziell unterstützt hat, sowie von den VCs Headline, Cherry Ventures, Soravia, Kreos Capital, TruVenturo und Scope Hanson.

Das Konzept von Numa passt gut in die aktuelle Zeit – und hatte dem Startup schon während der Pandemie geholfen: Numa will alles bieten, was man von einem Hotel erwartet – allerdings ohne dafür festes Personal zu benötigen. Mitarbeitende im Hotelgewerbe zu finden, ist heute schwierig, weil viele sich in den Corona-Monaten anderweitig orientiert hatten.

Geringere Kosten dank Hightech

Numa betreibt nach eigener Aussage „disruptive Designhotels für moderne Reisende“. Heute seien rund 4.500 Zimmer und Suiten in europäischen Städten wie Berlin, München, Rom, Mailand, Madrid, Barcelona und Wien über die Plattform buchbar. Das Startup betreibt dabei nicht nur eigene Hotels, sondern hat mit Numa Go einen strategischen Geschäftsbereich, in dem das Startup seine Technologielösungen in einem Franchise-Modell anderen Hotelbetreibern zur Verfügung stellt.

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Dabei setzt das Unternehmen auf Tech: Mit der firmeneigenen Software hat das Startup über 80 Prozent der internen Prozesse digitalisiert. Das gehe von der Buchung und Zimmervergabe, wo intelligentes Pricing für eine höhere Auslastungsrate sorgt, bis hin zu Housekeeping und automatisiertem Check-In mit virtuellem Concierge. Verwaltungsaufwand und Betriebskosten eines Hotels könnten so um 40 Prozent reduziert werden.

Beim Berliner Startup steht Effizienz im Vordergrund. Die Numa-Algorithmen sollen ständig Änderungen im Nachfrageverhalten messen. Die Zimmerbelegung werde mit diesen Informationen digital optimiert, dadurch falle der Leerstand geringer aus. Numa gestalte die eignen Preise dynamisch, um damit stärker als mancher Hotelbetreiber vom allgemein höheren Preisniveau zu profitieren. Zimmertüren seien an die Software angebunden, damit lasse sich die Reinigung zeitsparender organisieren und Kunden können früher einchecken.

Mit dem neuen Kapital will Numa einiges erreichen: Die Zahl der angebotenen Zimmer soll sich in den kommenden vier Jahren auf 15.000 mehr als verdreifachen. 2024 will das Startup dabei erstmals ein positives Betriebsergebnis (Ebitda) erzielen. Der nächste Meilenstein ist derweil für dieses Jahr gesetzt: eine Verdopplung des Umsatzes von zuletzt 40 Millionen auf dann 80 Millionen Euro.