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Batteriehersteller Northvolt sammelt 600 Millionen Euro ein

·Lesedauer: 2 Min.

Das schwedische Unternehmen sichert sich einen dreistelligen Millionenbetrag für den Aufbau seiner Gigafabrik. Auch Volkswagen ist erneut unter den Geldgebern.

Der schwedische Batteriezellenhersteller Northvolt hat in seiner jüngsten Investitionsrunde 600 Millionen Euro eingesammelt. Auch Volkswagen ist wieder unter den Kapitalgebern. „Wir sind mitten im Rennen um den Aufbau von Produktionskapazitäten in Europa. Ich glaube, dass die Unternehmen am erfolgreichsten sein werden, die besser als andere darin sind, Kapital und Talente anzuziehen und die sich am schnellsten dem Markt anpassen“, kommentierte Northvolt-CEO Peter Carlsson die Neuigkeiten am Dienstag.

Mit dem Geld will das Batterie-Start-up den Bau seiner Gigafabrik im nordschwedischen Skellefteå vorantreiben. Somit ist die Finanzierung für den Bau der ersten europäischen Batteriezellenproduktion gesichert. 1,6 Milliarden US-Dollar hat das von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründete Unternehmen dafür in den vergangenen drei Jahren eingesammelt. Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) ist mit einem Anteil von umgerechnet 300 Millionen Euro (350 Mio. US-Dollar) an der Finanzierung beteiligt. Die Bundesregierung hatte die Schweden erst im August mit einer Millionengarantie unterstützt.

Mit dem frischen Kapital will Northvolt seine Pläne jetzt deutlich ausweiten. Bis 2030 soll in Europa eine Produktionskapazität von insgesamt 150 Gigawattstunden (GWh) entstehen. In der ersten Fabrik mit einer Größe von 40 GWh sollen schon ab nächstem Jahr die ersten Zellen für E-Autos vom Band laufen.

Parallel läuft der Aufbau einer zweiten Fabrik in Kooperation mit dem deutschen Autokonzern Volkswagen. In Salzgitter entsteht bis 2024 eine zweite Fertigungsstätte mit einer Kapazität von 16 GWh.

Gleichzeitig investiert Northvolt in die Batteriezellentechnologie selbst, die Prozessentwicklung und das Recycling. Neben der Gigafabrik in Nordschweden soll nun auch eine Recyclinganlage im Giga-Bereich entstehen. Laut Northvolt werde diese mit einer Kapazität von vier GWh dann die größte Recyclingstation für Lithium-Ionen-Batterien auf der Welt und die einzige Anlage von nennenswerter Größe in Europa sein. Die Hälfte seiner Rohstoffe will das schwedische Start-up aus den recycelten Batterien gewinnen.

Aus Sicht von Northvolt-CEO Carlsson ist das Momentum der Elektrifizierung so stark wie nie. „Unsere Kunden benötigen enorme Mengen hochwertiger Batterien mit geringem CO2-Fußabdruck, und Europa muss eine vollständig regionalisierte Wertschöpfungskette aufbauen, um sie zu unterstützen.“