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Bafin fordert Banken weiterhin zu Dividendenverzicht auf

·Lesedauer: 2 Min.

Die Bafin mahnt zur Vorsicht: Trotz der Lockerung durch die EZB rät die Finanzaufsicht den Geldhäusern, auf die Auszahlung von Dividenden zu verzichten.

Die Aufseher erwarten deutlich steigende Kreditausfälle. Foto: dpa
Die Aufseher erwarten deutlich steigende Kreditausfälle. Foto: dpa

Die Finanzaufsicht Bafin verlangt von den Banken auch in diesem Jahr einen Dividendenverzicht. „Bei der Auszahlung von Dividenden ist weiterhin Zurückhaltung angebracht“, sagte der für die Bankenaufsicht zuständige Exekutivdirektor Raimund Röseler der „Wirtschaftswoche“.

Ein entsprechendes Verbot war vor kurzem von der Europäischen Zentralbank (EZB) gelockert worden. Die EZB, die die größten Banken und Bankengruppen der Euro-Zone direkt beaufsichtigt, hatte die Institute bereits im Dezember aufgefordert, möglichst noch bis Ende September 2021 keine Dividenden auszuschütten und auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Wenn sie es dennoch täten, sollten sie mögliche weitere Belastungen infolge der Corona-Krise einkalkulieren.

Wegen der Corona-Pandemie erwartet die Bafin bei vielen Banken erhebliche Probleme. „Wir rechnen vor allem nach dem Ende der staatlichen Hilfen mit mehr Kreditausfällen bei den Banken“, sagte Röseler dem Magazin. Betroffen seien vor allem Institute, die schon vor Corona unter Ertragsschwäche gelitten hätten. „Das wird zwar nicht zu einer Bankenkrise, aber zu einer Krise einiger Banken führen“, sagte Röseler. Er erwartet, dass dadurch mehr Banken unter eine intensivierte Aufsicht kommen. Betroffen seien vor allem Institute, „die schon vor Corona ertragsschwach gewesen sind“.

Nach Einschätzung von EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria werden Banken im Euro-Raum bis Ende September 2021 etwa zehn bis zwölf Milliarden Euro an Dividenden an ihre Aktionäre ausgeben. Das sei etwa ein Drittel der Summe, die europäische Geldhäuser sonst in einem normalen Jahr auszahlten.

Auch Joachim Wuermeling, der im Vorstand der Bundesbank für die Bankenaufsicht zuständig ist, mahnt die Institute zur Vorsicht. „Es wäre trügerisch, sich als Bank jetzt schon in Sicherheit zu wiegen. Das dicke Ende kommt noch“, sagte er dem Magazin. Wuermeling hält die Banken zwar für widerstandsfähiger als in der Finanzkrise. Allerdings sollten die Institute ihre Kreditbücher gut im Blick halten.

Mehr: Banken und Politik streiten über Dividendenzahlungen in der Coronakrise