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Baerbock zur Braunkohlesanierung: Verwaltungsabkommen mit Bund kommt

PLESSA (dpa-AFX) - Der Bund lässt die Lausitz bei der Beseitigung der Folgen des Braunkohleabbaus nach Worten der grünen Brandenburger Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock nicht im Stich. "Demnächst wird das neue milliardenschwere Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung der DDR-Tagebaue bis 2027 unterschrieben werden", sagte sie am Montag bei einem Besuch der Wasserbehandlungsanlage des Bergbausanieres LMBV in Plessa (Elbe-Elster). Das Abkommen solle sicherstellen, dass auch in den nächsten Jahrzehnten in der Region das Wasser gereinigt wird, um es kleineren Flüssen wieder zuzuführen.

Die neue Anlage soll nach Inbetriebnahme die Schwarze Elster vor einem Eiseneintrag und einer damit einhergehenden Versauerung schützen. Das Bauende der rund 4,5 Hektar großen Anlage ist für das Jahresende geplant und soll anschließend in einen einjährigen Probebetrieb gehen, wie die Lausitzer-und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft am Montag mitteilte.

Eisenhydroxid-Schlamm ist eine Altlast der Tagebaue. Das Problem der "Braunen Spree" ist bekannt und auch sichtbar. Die LMBV versucht das Wasser aufzubereiten und vom Eisen-Hydroxid-Schlamm zu befreien. Von der Planung seit 2010 bis zum Regelbetrieb der Anlage sind den Angaben zufolge Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro veranschlagt, für Bau und Ausrüstung werden rund 40 Millionen Euro investiert.

Gerade mit Blick auf den zunehmenden Tourismus in der Lausitz sei die Wasserqualität wichtig, sagte Baerbock. "Wir machen uns aber auch jetzt schon Gedanken über die Zeit danach beziehungsweise über die langfristigen Folgen der Braunkohleförderung auf den Wasserhaushalt. Hier wurden Ewigkeitskosten verursacht, die es zu managen gilt", so die Abgeordnete und Bundesaußenministerin. Mit Blick auf die Trockenheit durch den Klimawandel sei es wichtig, das Wasser in der Landschaft zu halten, auch für nachfolgende Generationen. Eine Maßnahme sei, das Wasser wieder zu reinigen.

"Wir spüren in der Lausitz seit langem, dass die Folgen des Braunkohletagebaus nicht mit dem Fingerschnips zu lösen sind", betonte die Grünen-Politikerin. Deshalb sei es wichtig, dass die Bundesregierung die Region weiter unterstütze.

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