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Australische Mutter findet Überraschung in ihrem neuen Gebrauchtwagen

Eine alleinerziehende Mutter war erstaunt, als sie in ihrem kürzlich gekauften Gebrauchtwagen eine wunderschöne Überraschung vorfand.

Jen Willis, dreifache Mutter aus Melbourne, klappte beim Fahren in ihrem neuen Subaru Outback die Sonnenblende herunter und fand dahinter einen Umschlag mit 150$ (ca. 92 Euro).

Jen Willis erlebte eine Überraschung, als sie die Sonnenblende in ihrem neuen Auto herunterklappte. Ihr kam nämlich ein Umschlag mit 150$ entgegen, den das Paar, von dem sie das Auto gekauft hatte, dort für sie hinterlassen hatte. Foto: Mit freundlicher Genehmigung

Zuerst dachte sie, die früheren Besitzer hätten etwas in dem Wagen vergessen. Bald begriff sie aber, dass das, was sie als „nette Geste“ bezeichnet hatten, ein Geschenk für sie war.

Jen teilte in einer Facebook-Gruppe zu Erfahrungen von Güte während der Pandemie den Brief, der lautetete: „Das hier ist einfach nur eine nette Geste. Bitte nutzen Sie das Geld, um sich und Ihrer Familie etwas zu gönnen, was Sie glücklich macht.“

Jen schrieb: „So eine wunderschöne gute Tat, die mir heute widerfahren ist! Wir sind jetzt nur noch ein Erwachsener hier im Haushalt in Daylesford. Also habe ich einen Zwei-Für-Eins-Deal gemacht und unseren Prado und den Suzuki Swift an einen Autohändler verkauft. Ich habe dann von privat einen Subaru Outback gekauft und als ich in mein neues Auto stieg und die Sonnenblende herunterklappte, fiel mir das hier in den Schoß.

„Ich brauch wohl nicht zu sagen, dass mir sofort die Tränen kamen, weil sich jemand so unglaubliche Gedanken gemacht hat!“

Ein Facebook-Nutzer schrieb: „Oh, das ist ja wunderschön“, während ein anderer hinzufügte: „Wow, was für eine wundervolle Geste.“

Jemand anderes schrieb, dass es sie auch ganz emotional mache: „Mir kommen gerade selbst die Tränen. Wie lieb.“

Im Gespräch mit Yahoo Lifestyle erzählte Jen, dass sie und ihr Ehemann sich vor Ausbruch der Pandemie getrennt hatten, aber dazu gezwungen waren, einige Monate im Lockdown zusammen zu verbringen, bevor er wieder zurück in die USA reisen durfte.

Jens erster Gedanke war, dass die früheren Besitzer etwas im Auto vergessen hatten, aber verstand dann schnell, dass es für sie gedacht war. Foto: Zur Verfügung gestellt.

„Ich fand einen Händler, der bereit war, meine beiden Autos zu kaufen. Den Outback habe ich über einen privaten Verkäufer gefunden. Ich hatte den Besitzer gefragt, ob ich vorbeikommen und den Wagen angucken kann. Allerdings hatte er schon jemand anderem zugesagt vorbeizukommen.

„Ich erklärte ihm, dass ich ein wenig unter Druck stehe und fragte ihn, ob er mit den potenziellen Käufern über die Herausforderungen sprechen kann, um zu sehen, ob sie zustimmen, dass er das Auto an mich verkauft, wenn ich direkt eine Anzahlung mache – noch ohne das Auto vorher gesehen zu haben.“

Jen erzählte weiter: „Ich erzählte dem Besitzer, dass nicht nur mein Mann zurück in die USA zieht, sondern dass ich auch in Vollzeit als Schulleiterin arbeite – und dieses Schuljahr ist wirklich eine Herausforderung. Ich habe dazu drei Kinder. Meinem jüngsten Kind ging es nicht so gut und wir waren erst besorgt, dass es etwas Ernstes sein könnte. Zum Glück stellte es sich als harmlos heraus. Ich lebe dazu mit Multipler Sklerose. Deshalb ist das Auto wie für mich gemacht, denn es war in meiner Preisklasse und hat alle Sicherheitsfunktionen, die ich brauche, denn ich kann beim Fahren manchmal sehr müde werden.“

Sie erzählte weiter: „Ich stand außerdem unter sehr viel Druck, den Autokauf möglichst schnell abzuschließen, denn ich hatte wegen meinen aktuellen Umständen sehr viel Stress.“

Jen verriet, dass sie „total überrascht und zutiefst gerührt“ war, als sie den Brief las. „Mir schossen sofort die Tränen in die Augen. Einfach zu wissen, dass er [der vorige Besitzer des Autos] nicht nur wusste, welchen Herausforderungen ich ausgesetzt war, sondern auch dass er und seine Frau etwas tun wollten, um uns eine kleine Freude zu machen, hat mich einfach sehr gerührt.“

Auf die Frage, wofür sie das Geld verwenden werde, antwortete Jen: „Ich werde mit meinen Jungs schön in Daylesford essen gehen – etwas, das wir uns eigentlich nicht mehr leisten können, jetzt, wo wir nur noch mein Einkommen haben. Es gibt ein Restaurant namens Sault, an dem wir häufiger vorbeifahren und in dem wir schon immer essen wollten. Da werden wir dann schön essen gehen.

Jen erklärte auch, dass sie verblüfft über die Reaktionen in den sozialen Medien war: „Ernsthaft, das war eine so schöne und wichtige Geste für mich persönlich. Ich war überrascht, wie viel Aufmerksamkeit das auf sich gezogen hat.“

„Ich träume seit langem davon, Spenden zu sammeln und eines Tages eine Stiftung zu gründen, um anderen Menschen mit MS zu helfen, einige ihrer Träume zu verwirklichen. Aber dafür hat es nicht annähernd so viel Aufregung und Interesse gegeben wie bei dieser einfachen Geste! Es zeigt einfach, wie sehr unsere Gesellschaft einfache, gute Geschichten in Zeiten wie diesen braucht, in denen wir so voneinander isoliert sind!“

Die Schulleiterin fügte hinzu, dass sie an ihrer Grundschule oftmals mit den Kindern darüber sprechen, wie sie das Leben anderer besser machen können „und diese simple Geste hat wieder einmal bestätigt, wie viele Herzen so eine einzelne gute Tat berühren kann!“

Jen sagte, dass sie und ihre Familie sich zwar auf ihr Essen freuen, gleichzeitig aber auch überlegen, wie sie diese Güte weitertragen können. „Ich bin gespannt, was uns alles gemeinsam einfallen wird!“

Marni Dixit