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Augsburger WAFA stellt Antrag auf Eigensanierung

Die WAFA Germany GmbH hat einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverantwortung gestellt. Der Zulieferer kämpft mit Auftragsrückgängen.

Die Augsburger WAFA Germany GmbH hat am 14. November 2019 den Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Augsburg gestellt. Der Antrag ist eine Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen in der Autobranche: So hat die WAFA, wie die gesamte Automobilzuliefererindustrie, mit Auftragsrückgängen zu kämpfen.

Der Spezialist für Oberflächentechnik entwickelt und produziert im Auftrag der Automobilindustrie Groß- und Kleinserien von verchromten Kunststoffteilen. Das Unternehmen will mit dem gerichtlichen Antrag die Chance nutzen, sich nachhaltig zu sanieren, heißt es offiziell.

„Unser Ziel ist es, die WAFA angesichts der Auftragsrückgänge im Automobilsektor zukunftsfähig auszurichten, damit das Unternehmen wieder robust und stabil im Markt aufgestellt ist. Das ist auch die Basis, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Geschäftsführer Martin Witte.

Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weiterlaufen: Sämtliche Gehälter der rund 250 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich Januar 2020 gesichert, ehe die WAFA ab Februar 2020 wieder aus eigenen Mitteln die Lohnzahlungen übernehmen will.

„Wir gehen gut vorbereitet mit einem klaren Konzept in das Eigenverwaltungsverfahren und sind fest davon überzeugt, dass die WAFA gestärkt daraus hervorgehen wird“, erklärt Sanierungsgeschäftsführer Markus Fröhlich. Die WAFA ist ein mittelständischer Automobilzulieferer mit einem Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro.

Mit Agenturmaterial.