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Außergewöhnliche Hitzewelle in Mexiko führt dazu, dass Affen tot von den Bäumen fallen

Wegen einer Hitzewelle in Mexiko fallen Affen tot von den Bäumen. - Copyright: Luis Manuel Lopez/Reuters
Wegen einer Hitzewelle in Mexiko fallen Affen tot von den Bäumen. - Copyright: Luis Manuel Lopez/Reuters

Die Temperaturen in Mexiko sind so hoch, dass Affen tot von Bäumen fallen, berichtet "Reuters". Laut lokalen Medien sind in Tabasco im Südosten Mexikos bis zu 85 Brüllaffen tot aufgefunden. Diese Woche sollen die Temperaturen bis zu 45 Grad Celsius erreichen.

Der Mantelbrüllaffe, der für seinen Ruf bekannt ist, wird auf der "Roten Liste" 2020 der Weltnaturschutzunion als gefährdet eingestuft. Lokale Behörden und Freiwillige haben die Leichen der toten Primaten aus den Wäldern geborgen. Um den verbleibenden Tieren zu helfen, die Hitzewelle zu überstehen, haben sie außerdem Eimer mit Wasser und Früchten rund um die Affenplätze aufgestellt.

Freiwillige Helfer füllen am 18. Mai in Buena Vista, Comalcalco, Mexiko, Eimer mit Wasser, um den Tieren in Zeiten von Dürre und hohen Temperaturen zu helfen. - Copyright: Luis Manuel Lopez/Reuters
Freiwillige Helfer füllen am 18. Mai in Buena Vista, Comalcalco, Mexiko, Eimer mit Wasser, um den Tieren in Zeiten von Dürre und hohen Temperaturen zu helfen. - Copyright: Luis Manuel Lopez/Reuters

Zudem berichtet die "Associated Press" (AP), dass einige besorgte Freiwillige die geretteten Affen auch zu örtlichen Tierärzten brachten. "Sie baten um Hilfe und fragten mich, ob ich einige der Tiere in ihrem Lastwagen untersuchen könnte", sagte Dr. Sergio Valenzuela am Montag der "AP". "Sie sagten, sie hätten kein Geld und fragten, ob ich es umsonst machen könnte."

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Er behandelte fünf Affen, die von Freiwilligen zu ihm gebracht worden waren. Die Tiere kamen in kritischem Zustand, dehydriert und mit Fieber. "Sie waren schlaff wie Lumpen. Es war ein Hitzschlag", sagte Valenzuela.

Ein Tierarzt füttert einen jungen Brüllaffen, der am 21. Mai bei extrem hohen Temperaturen in Tecolutilla im mexikanischen Bundesstaat Tabasco gerettet wurde. - Copyright: AP Photo/Luis Sanchez
Ein Tierarzt füttert einen jungen Brüllaffen, der am 21. Mai bei extrem hohen Temperaturen in Tecolutilla im mexikanischen Bundesstaat Tabasco gerettet wurde. - Copyright: AP Photo/Luis Sanchez

Hitzewelle soll für den Tod von mindestens 26 Menschen verantwortlich sein

Die Katastrophenschutzbehörde von Tabasco führte den Tod der Affen auf Dehydrierung zurück. Eine Quelle der Behörde bestätigte "Reuters", dass in drei Gemeinden des Bundesstaates tote Affen gefunden worden seien.

Der Wildbiologe Gilberto Pozo sagte "AP", die Welle des Affensterbens habe um den 5. Mai begonnen und am Wochenende ihren Höhepunkt erreicht. "Sie fielen wie Äpfel von den Bäumen", sagte Pozo. "Sie waren stark dehydriert und starben innerhalb von Minuten."

In ihrem geschwächten Zustand könne ein solcher Sturz zu schweren Verletzungen führen, an denen die Primaten schließlich sterben, sagte er.

Am Montag teilte das mexikanische Umweltministerium in einer Erklärung mit, es koordiniere die Bemühungen, die Ursache für den Tod der Affen herauszufinden. Außerdem riet die Behörde den Anwohnern, sie sofort zu informieren, wenn sie tote Tiere finden.

Nach Angaben der "AP" ist die anhaltende Hitzewelle in Mexiko seit März mit dem Tod von mindestens 26 Menschen in Verbindung gebracht worden.

Anfang Mai wurden in zehn mexikanischen Städten Rekordtemperaturen gemessen, darunter auch in der Hauptstadt. Am 9. Mai erreichte die Temperatur in Mexiko-Stadt einen Höchstwert von 34 Grad Celsius.

Die Temperaturen steigen weltweit, unter anderem wegen der Treibhausgasemissionen und El Niño. Extreme Hitze ist nicht nur schlecht für die Gesundheit und die Umwelt, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Studien haben gezeigt, dass extreme Hitze die Weltwirtschaft zwischen 1993 und 2013 durchschnittlich 16 bis 50 Billionen Dollar (14,7 bis 46 Billionen Euro) gekostet hat.

Ein Vertreter des mexikanischen Umweltministeriums reagierte nicht sofort auf eine Anfrage für einen Kommentar, die außerhalb der üblichen Geschäftszeiten gesendet wurde.

Lest den Originalartikel auf Englisch hier.