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Apples E-Auto-Ambitionen rauben BMW-Finanzvorstand keinen Schlaf

William Wilkes
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Die Botschaft der BMW AG an Apple Inc. und die Elektroauto-Ambitionen des iPhone-Herstellers: Komm doch.

Der deutsche Automobilkonzern sieht sich gut aufgestellt angesichts der Elektrifizierung und populärer werdender Alternativen zum privaten Besitz von Autos, so Finanzvorstand Nicolas Peter in einem Interview. Berichte, wonach Apple - inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt - ins Autogeschäft einsteigen könnte, schrecken ihn nicht.

“Ich schlafe sehr ruhig”, sagte Peter, angesprochen auf Apple. „Wettbewerb ist eine wunderbare Sache - er hilft, die anderen zu motivieren. Wir sind in einer sehr starken Position und wollen führend bleiben in der Branche.“

Die Aussagen spiegeln BMWs Selbstvertrauen wider, nachdem bereits Vorstandschef Oliver Zipse letzten Monat sagte, Tesla Inc. werde es schwer haben, sein Wachstumstempo beizubehalten angesichts der Vielzahl neuer elektrischer Modelle, welche die etablierten Autohersteller auf den Markt bringen. Das ist nicht selbstverständlich angesichts der Tatsache, dass die Branche letztes Jahr zusehen musste, wie Tesla sich nach Börsenwert unangefochten an die Spitze der Autowelt geschoben hatte.

Spekulationen, Apple arbeite an einem autonomen Elektrofahrzeug, hatten in der Branche zu neuen Sorgenfalten geführt, dass solch technologisch führende Unternehmen zu einer ganz neuen Bedrohung werden könnten. Peter ist seit 30 Jahren bei BMW und glaubt, dass die höheren Renditen der Premium-Hersteller es ihnen ermöglichen werden, die Milliarden an Investitionen aufzubringen, die nötig sind, um neue Technologien auf die Straße zu bringen.

Während die deutschen Autohersteller ihren Cashflow seit Beginn der Pandemie deutlich verbessern konnten, haben Tesla und andere die Begeisterung des Marktes für Elektroautos genutzt und Aktien verkauft. Die Botschaft der Kapitalmärkte ist angekommen, die Pläne beispiellos: Daimler AG spaltet seine LKW-Sparte ab, Volkswagen AG erwägt eine separate Börsennotierung von Porsche.

BMW müsse sein Engagement bei Dienstleistungen, die Alternativen zum Fahrzeugbesitz bieten, beibehalten, sagte der CFO. Damit wandte er sich gegen Berichte, wonach Uber Technologies Inc. erwäge, BMW und Daimler den gemeinsamen Mobilitätsdienst Free Now abzukaufen, und auch die gemeinsame Parkplatz-App Park Now zur Disposition stünde.

“Wir werden uns nicht aus dem Markt für digitale Mobilitätsdienste zurückziehen”, sagte Peter. „Insbesondere in den Innenstädten ändert sich das Fahrverhalten. Wir bereiten uns darauf vor, dass der Zugang privater Fahrzeuge in Städten eingeschränkt wird - deshalb brauchen wir diese Mobilitätsdienste.“

BMW und Daimler hatten ihre Carsharing- und Mitfahrdienste 2019 zusammengelegt, sie “Your Now” getauft und ihnen 1 Milliarde Euro versprochen.

Die Autohersteller hielten jüngst Gespräche über einen möglichen Verkauf des Parkgeschäfts an den europäischen Rivalen EasyPark Group, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen letzten Monat berichteten.

Peter schränkte ein, dass BMW Teile einzelner Unternehmen abgeben könnte. Mobilitäts-Apps würden jedoch eine Schlüsselrolle dabei spielen, den Autobauer bei jungen, technisch versierten Kunden en vogue zu halten.

Während Konkurrenten wie Ford Motor Co. und Volvo Cars bereits konkrete Enddaten für Benzin- und Dieselaggregate verkündet haben, werde BMW auf absehbare Zeit weiter Verbrennungsmotoren anbieten, so Peter.

Überschrift des Artikels im Original:BMW CFO Brushes Off Apple Car Threat: ‘I Sleep Very Peacefully’

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