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Krankenhaus-Verbot für Anti-Lockdown-Demonstrantin, die Videos von "leeren Stationen“ postete

·Lesedauer: 3 Min.

Eine Frau, die bereits zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie während der Coronavirus-Pandemie angeblich “leere Stationen“ gefilmt hatte, hat nun in allen Krankenhäusern Besuchsverbot.

Hannah Dean ist das Betreten von Krankenhäusern untersagt, nachdem sie Fotos von „leeren Stationen“ gepostet hatte. (Facebook)
Hannah Dean ist das Betreten von Krankenhäusern untersagt, nachdem sie Fotos von „leeren Stationen“ gepostet hatte. (Facebook)

Hannah Dean (30) wurde mit Kritik überflutet, nachdem sie Videos und Clips aus mehreren Krankenhäusern gepostet hatte, während die Zahlen der neuen Corona-Fälle in ganz Großbritannien in die Höhe schossen.

Vergangenen Monat erhielt die Anti-Lockdown-Demonstrantin bereits einen Bußgeldbescheid in Höhe von rund 2280 Euro, weil sie keinen triftigen Grund vorweisen konnte, weshalb sie während des Lockdowns ihr Zuhause verlassen hatte.

Jetzt droht der zweifachen Mutter eine Verhaftung und mögliche strafrechtliche Verfolgung, sollte sie ein Krankenhaus besuchen – es sei denn, es handelt sich um einen Notfall, einen vereinbarten Arzttermin oder sie ist eine Angehörige eines Patienten.

Hannah Dean versuchte, Patienten und Mitarbeiter im Queen Alexandra Hospital in Portsmouth zu filmen. (Wikipedia)
Hannah Dean versuchte, Patienten und Mitarbeiter im Queen Alexandra Hospital in Portsmouth zu filmen. (Wikipedia)

Die Polizei von Sussex sagte, dass gegen Dean aus Fareham, Hampshire, eine Schutzanordnung erlassen wurde, nachdem sie eine Warnung, die ihr am Sonntag erteilt worden war, ignoriert hatte.

Dean hatte versucht, gegen 16:30 Uhr im Queen Alexandra Hospital in Portsmouth Patienten und Mitarbeiter zu filmen. Dort sind bisher 744 Menschen an COVID-19 gestorben.

Deans Facebook-Konto zeigt angeblich Aufnahmen, die in der Notaufnahme des Krankenhauses gemacht wurden, während ein Wachmann sie fragt, warum sie dort ist.

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Eine Sprecherin der Polizei in Sussex sagte: “Am Sonntag erließ die Polizei von Sussex gegen eine 30-jährige Frau aus Fareham eine Schutzanordnung, die es ihr verbietet, ein Krankenhaus zu betreten, es sei denn sie hat dort einen vereinbarten Termin, ist Angehörige eines Patienten oder es handelt sich um einen Notfall.

“Die Frau verletzte noch am selben Tag der Ausstellung die Vorgaben der Schutzanordnung und am Montag wurde ihr ein Bußgeldbescheid ausgestellt.“

Der Vorsitzende des Stadtrats von Portsmouth, Gerald Vernon-Jackson, beschrieb Deans Handeln als “eine Schande“ und sagte, es sei “so erniedrigend für die Arbeit, die diese Leute leisten“.

Laut The Mirror wurden am 26. Januar rund 426 Patienten im Queen Alexandra Hosptal mit Covid-19 behandelt. Davon wurden 47 künstlich beatmet.

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Nachdem sie im Januar im Queen Alexandra Hospital in Portsmouth gefilmt hatte, wies der NHS Trust des Krankenhauses ihre Behauptungen über leerstehende Stationen zurück.

Sie schrieben auf Facebook: “Wir sind weiterhin unglaublich beschäftigt, und wir sind sehr dankbar für all unsere wunderbaren Teams, die so hart arbeiten, und die lokale Bevölkerung, die uns unterstützt."

Die Polizei von Portsmouth fügte hinzu: “Diese Handlungen haben bei der Bevölkerung Angst verursacht und zu einer Reihe von Anrufen bei uns geführt, in denen die Beiträge gemeldet wurden.“

Dean sagte, sie trage bei ihren Besuchen stets eine Maske. Sie stritt ab, behauptet zu haben, Covid-19 sei nicht real, bestand jedoch darauf, dass “nicht alle Krankenhäuser überfüllt sind und unter großem Druck stehen“.

Ein “Stay at Home, Protect The NHS, Save Lives”-Schild, gesehen am geschlossenen Odeon-Kino am Leicester Square. (Getty)
Ein “Stay at Home, Protect The NHS, Save Lives”-Schild, gesehen am geschlossenen Odeon-Kino am Leicester Square. (Getty)

Ihr droht eine mögliche Geldstrafe in Höhe von rund 2850 Euro, wenn sie wegen Verstoßes gegen das Krankenhausverbot verurteilt wird. Außerdem wurde sie aufgefordert, andere nicht zu ermutigen, die nationalen Lockdown-Beschränkungen zu missachten.

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Weitere 707 Personen, die auf das Coronavirus positiv getestet wurden, sind im Krankenhaus in England gestorben. Der NHS, der Nationale Gesundheitsdienst in Großbritannien, meldete am Mittwoch, dass die Gesamtzahl der bestätigten Todesfälle in Krankenhäusern damit bei 73.619 liege.

Andy Wells

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