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ANALYSE: Evergrande und Energieprobleme belasten Chinas Wachstum

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die chinesische Volkswirtschaft dürfte sich in diesem und kommendem Jahr schwächer entwickeln als allgemein erhofft und damit die globale Konjunktur dämpfen. Angesichts der erheblichen Zahlungsprobleme des Immobilienriesen Evergrande und großer Engpässe in der Energieversorgung gehen immer mehr Banken und Analysehäuser von einer schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus. Dazu gehören die US-Banken Goldman Sachs und Citigroup ebenso wie das japanische Geldhaus Nomura.

Auch das britische Analysehaus Pantheon Macroeconomics bewertet die konjunkturellen Aussichten für China ungünstiger als noch vor wenigen Monaten. Nachdem die Briten bisher ein Wachstum von knapp acht und sechs Prozent für 2021 und 2022 erwartet hatten, rechnen sie jetzt mit Wachstumsraten von 7,4 und 5,5 Prozent. Die Probleme des zweitgrößten chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande dämpften das Wachstum vor allem im kommenden Jahr, heißt es in einer Studie. Die Energieprobleme belasteten dagegen eher das Wachstum in der kurzen Frist, insbesondere in der Industrie.

In China herrscht derzeit Energieknappheit, weil sich die Wirtschaft stark erholt und die Versorgung mit Kohle nicht hinterherkommt. Mehrere Provinzen sind deshalb aufgefordert worden, den Energieverbrauch einzuschränken beziehungsweise zu rationieren. Diese Provinzen stünden insgesamt für etwa 43 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Volksrepublik, schätzen die Ökonomen von Pantheon. Nicht nur die Industrieproduktion sei von der lahmenden Energiebereitstellung betroffen, auch dürften die Verbraucherpreise infolge höherer Energiekosten steigen.

Im Thema Evergrande, das die internationalen Finanzmärkte seit einigen Wochen in Atem hält, sehen die Experten von Pantheon zunächst Ansteckungseffekte innerhalb Chinas. Sollten weitere Immobilienfirmen Zahlungsprobleme bekommen, könnten sich diese negativ auf die Zahlungsbereitschaft von Hauskäufern auswirken und weitere Immobilienentwickler in die Bredouille bringen - ein Teufelskreis.

Im Falle Evergrandes sieht Pantheon vor allem die Lokalregierungen in der Verantwortung. Diese würden von zwei Seiten belastet: Zum einen verlören sie einen Teil ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von Land, zum anderen müssten sie die Verbindlichkeiten Evergrandes zumindest teilweise übernehmen. Im Ergebnis dürften die kommunalen Infrastrukturinvestitionen zurückgefahren werden, was das gesamtwirtschaftliche Wachstum belaste.

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