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Alec Baldwin über Todesschuss: "Jemand ist verantwortlich - aber nicht ich"

·Lesedauer: 2 Min.

Erstmals äußerte sich Schauspieler Alec Baldwin über den tödlichen Schuss, den er am Set des Films "Rust" abgegeben hatte: "Es tut mir so leid." Aber er sagte auch deutlich, dass er nicht derjenige sei, der die Verantwortung für den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins trage.

In einem einstündigen Interview sprach Alec Baldwin in der Nacht auf Freitag über den tragischen Vorfall am Set des Western
In einem einstündigen Interview sprach Alec Baldwin über den tragischen Vorfall am Set des Western "Rust". (Bild: Jeff Neira/ABC via Getty Images)

Nach dem tödlichen Schusswaffenvorfall am Set seines Films "Rust" hat sich Schauspieler Alec Baldwin in der Nacht auf Freitag erstmals ausführlich zu der Tragödie geäußert. "Jemand ist für das, was passiert ist, verantwortlich", sagte Baldwin im Gespräch mit dem "ABC"-Journalisten George Stephanopoulos. "Und ich kann nicht sagen, wer das ist, aber ich weiß, dass ich es nicht bin."

Der tödliche Zwischenfall hatte sich Ende Oktober ereignet: Baldwin hatte mit einer Waffe, die ihm als sicher übergeben worden war, einen Schuss abgefeuert und damit die Kamerafrau Halyna Hutchins sowie den Regisseur des Films, Joel Souza, verletzt; Hutchins erlag später ihren Verletzungen. Nach dem Vorfall war eine Diskussion um die Verwendung von Waffen bei Dreharbeiten entbrannt. Üblicherweise ist ein Waffenmeister für die Sicherheit der Waffen am Filmset zuständig. Wie es zu dem tragischen Ereignis kam, klärt die Polizei noch immer in ihren andauernden Untersuchungen.

"Es tut mir so leid"

Die Kamerafrau Halyna Hutchins war bei dem Vorfall tödlich verletzt worden. (Bild: Fred Hayes/Getty Images for SAGindie)
Die Kamerafrau Halyna Hutchins war bei dem Vorfall tödlich verletzt worden. (Bild: Fred Hayes/Getty Images for SAGindie)

Baldwin sagte nun, dass er den Revolver zwar gespannt hatte, aber den Abzug nicht betätigte, kurz bevor der Schuss fiel: "Ich ließ den Hahn der Waffe los, und die Waffe ging los", sagte er. "Ich frage mich: Wie konnte eine echte Patrone in den Revolver kommen? Wer hat sie an das Set gebracht?" Nach dem Schuss habe er zunächst gedacht, Hutchins sei "ohnmächtig" gewesen.

Bei dem Interview wirkte Baldwin erschöpft. "Ich habe seit Wochen nicht richtig geschlafen", sagte der 63-Jährige. "Es ist hart." Gegen Baldwin wurde mittlerweile Klage wegen des Vorfalls eingereicht. Einem möglichen Prozess sieht der Schauspieler allerdings gelassen entgegen. "Mir wurde von Leuten, die sich auskennen, gesagt, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass ich strafrechtlich belangt werde."

Die verstorbene Kamerafrau hinterlässt einen neun Jahre alten Sohn. "Ich habe selbst sechs Kinder", sagte Baldwin nun. "Wir können seine Mutter nicht zurückholen, es tut mir so leid."

Im Video: Baldwin - "Habe nicht abgedrückt"

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