Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    28.283,92
    -467,70 (-1,63%)
     
  • Dow Jones 30

    35.135,94
    +236,60 (+0,68%)
     
  • BTC-EUR

    51.562,96
    +1.689,72 (+3,39%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.461,72
    +32,79 (+2,29%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.782,83
    +291,18 (+1,88%)
     
  • S&P 500

    4.655,27
    +60,65 (+1,32%)
     

Aktivisten fordern 'starkes Signal' des G20-Gipfels für Klimaschutz

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - Die großen Industrienationen (G20) müssen nach Ansicht von Aktivisten und Entwicklungsorganisationen auf ihrem Gipfel am Wochenende in Rom weitgehende Zusagen im Klimaschutz machen. "Wir brauchen ein starkes Signal, damit die Weltklimakonferenz auf das richtige Gleis kommt und nicht gleich in einer Sackgasse endet", sagte Jörn Kalinski von Oxfam am Donnerstag zu dem COP26-Klimatreffen im schottischen Glasgow. "Wir müssen runter mit den Emissionen und rauf mit der Klimafinanzierung."

"Der G20-Gipfel stellt die Weichen für Erfolg oder Misserfolg der Klimakonferenz", sagte auch Friederike Meister von der Bewegung Global Citizen. "Als weltweit größte Umweltverschmutzer tragen die G20-Staaten die Verantwortung, sich bereits in Rom auf dringende und verpflichtende Maßnahmen zu einigen, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen." Die großen Volkswirtschaften müssten auch endlich die - ursprünglich schon bis 2020 angestrebte - Zusage von 100 Milliarden US-Dollar jährlich für Klimaschutz und Anpassungsstrategien in finanziell schwächer gestellten Ländern erfüllen.

Die Organisationen verwiesen auf den jüngsten UN-Bericht, wonach die Anstrengungen der Staatengemeinschaft bei Weitem nicht für die Erfüllung der Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 ausreichen. Es gebe eine große Lücke zwischen nationalen Ankündigungen und dem, was tatsächlich nötig sei und gemacht werde, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Mit den jüngsten Klima-Versprechen der Länder würden die Treibhausgase bis 2030 nur um 7,5 Prozent verringert. Für das 1,5-Grad-Ziel würden aber 55 Prozent benötigt - für 2 Grad noch immer 30 Prozent.

"Die ärmsten Völker mit den geringsten Ressourcen, die am wenigsten für das Problem können, werden am härtesten getroffen", kritisierte Oxfam-Sprecher Kalinski. "Wir haben noch Zeit, um einen neuen Kurs einzuschlagen und die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden." Auch Ekkehard Forberg von World Vision sagte: "Wir erwarten starke Zusagen der G20-Staats- und Regierungschefs, um den Klimawandel zu bremsen und ihre Versprechungen einzuhalten, insbesondere um den ärmsten Ländern mit Know-how und Geld zur Seite zu stehen."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.