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Aktien Wien Schluss: Sechster Verlusttag in sieben Sitzungen

·Lesedauer: 2 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit deutlichen Abschlägen beendet. Der heimische Leitindex gab um 0,92 Prozent auf 2083,02 Punkte nach, der breiter gefasste ATX Prime schloss um 0,77 Prozent tiefer auf 1068,93 Zählern. Der heimische Leitindex verbuchte damit den sechsten Verlusttag in sieben Sitzungen. Das europäische Börsenumfeld zeigte sich ebenfalls überwiegend mit Kursverlusten.

Vor allem die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus trübte europaweit die Kauflaune der Marktteilnehmer. Dazu kamen Befürchtungen, dass neue Restriktionen notwendig werden und die wirtschaftliche Entwicklung weiter gebremst wird.

"In den nächsten Tagen wird weltweit gemäß den offiziellen Zahlen die Marke von einer Million Todesopfern überschritten. Regional werden die staatlichen Maßnahmen wieder verschärft. Ein neuer Lockdown wird zwar allgemein ausgeschlossen - in Israel tritt er nun in Kraft - aber bereits zusätzliche Restriktionen würden die Konjunkturerholung dämpfen", meinen die Experten der Helaba.

Eines der Unternehmen, das in der Pandemie mit guten Nachrichten überraschen kann ist Semperit: Der Kautschukverarbeiter hat seine Ergebnisprognosen für 2020 erneut angehoben. Nicht nur die Medizinsparte entwickelt sich pandemiebedingt weiterhin gut, sondern auch der Sektor Industrie habe sich leicht erholt, teilte das Unternehmen mit. Zudem wird Semperit die Medizinsparte voraussichtlich auch noch mindestens neun Monate weiterführen. Die Aktien gingen mit einem Kurssprung von 9,25 Prozent als größter Tagesgewinner im prime market aus dem Handel.

Klar fester schlossen auch Andritz und legten um 4,56 Prozent zu. Bauwerte gehörten im Branchenvergleich zu den Gewinnern. Porr zogen um 2,63 Prozent an, Strabag konnten einen Aufschlag von 2,21 Prozent verbuchen.

Die schwer gewichteten Bankaktien standen hingegen unter Abgabedruck. BAWAG gingen um 3,78 Prozent tiefer aus der Sitzung, Raiffeisen Bank International mussten einen Abschlag von 2,41 Prozent hinnehmen, bei den Papieren der Erste Group stand eine Minus in Höhe von 2,47 Prozent.