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Aktien New York: US-Börsen erneut im Griff des Ukraine-Konflikts

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach stabilen Kursen im frühen Handel haben die Aktienmärkte in den USA am Freitag wieder dem Konflikt um die Ukraine Tribut zollen müssen. Nach den herben Verlusten vom Vortag verlor der Dow Jones Industrial <US2605661048> weitere 0,58 Prozent auf 34 111 Punkte. Für die zu Ende gehende Börsenwoche zeichnet sich nun ein Verlust des Leitindex von 1,8 Prozent ab.

Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> verlor 1,19 Prozent auf 14 003 Zähler. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> gab um 0,75 Prozent auf 4347 Punkte nach.

Zwischen Hoffen und Bangen, so dürfte gegenwärtig die Stimmung an den Finanzmärkten sein. Einerseits ist die Diplomatie noch nicht gescheitert, die Außenminister der USA und Russlands wollen sich in der kommenden Woche zur Beratung treffen. Dem stehen Berichte gegenüber, wonach die Separatisten in der Donbass-Region der Ukraine Frauen und Kinder nach Russland evakuieren wollen.

"Auf des Messers Schneide" sieht Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank die Lage rund um die Ukraine. Am Vortag sei die Haltung der Investoren gewesen, dass ein Losbrechen des Konflikts unmittelbar bevorstehen könnte. Mit den angekündigten Gespräch zwischen Russland und den USA werde nun gewissermaßen "ein Olivenzweig gereicht".

Zu dem Abwärtsdruck beitragen könnte indes der Umstand, dass die US-Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen sind. Angesichts einer jederzeit möglichen Eskalation der Krise könnten Investoren die Risiken noch vor dem langen Wochenende begrenzen wollen und Aktienpositionen sicherheitshalber auflösen.

Mit Blick auf die Einzelwerte machen erneut Nachrichten zu Quartalszahlen und Übernahmen die Musik. Der Chemiekonzern Dupont verkauft das Geschäft mit Spezialkunststoffe an Celanese - und streicht dafür elf Milliarden US-Dollar in bar ein. Dupont-Aktien drehten nach anfänglichen Gewinnen mit einem Prozent ins Minus. Die Anteile des Käufers Celanese <US1508701034< büßten 1,4 Prozent ein.

Am Ende des Dow büßten die Aktien von Intel <US4581401001> 5,6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2020 ein. Der Chip-Gigant habe am Vortag auf einer Analystenkonferenz "fast schon absurd optimistische Töne angeschlagen", schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research. Das in Aussicht gestellte starke Wachstum werde in den kommenden Jahren aber viel Geld kosten, warnte der Experte.

Aktien des Landmaschinenherstellers Deere & Co <US2441991054> verloren drei Prozent. Analysten lobten zwar dessen Geschäftszahlen, verwiesen gleichzeitig aber auf Zulieferprobleme auch im laufenden Jahr.

Mit Problemen bei der Zulieferung von Elektrokomponenten schlägt sich auch der Streaming-Dienstleister Roku herum. Dessen Ziele für das laufende erste Quartal enttäuschten am Markt, der Kurs brach um mehr als ein Viertel ein.

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