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Aktien Frankfurt: Dax stagniert angesichts des Corona-Gipfels

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach dem kleinen Rücksetzer am Vortag stabilisiert. Die wichtigsten Indizes bewegten sich zur Wochenmitte nur wenig. Angesichts des an diesem Mittwoch stattfindenden Krisen-Gipfels über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hielten sich die Anleger zurück. Der Leitindex Dax <DE0008469008> schwankte um die viel beachtete Marke von 14 000 Punkten, nachdem er am Montag noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Am frühen Nachmittag stand das Börsenbarometer 0,05 Prozent im Plus bei 14 019,20 Punkten.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte rückte um 0,27 Prozent auf 32 345,26 Punkte vor. Für den EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone ging es ebenfalls moderat nach oben.

In Deutschland werden die Länder wohl bald freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown aber könnte weitgehend bis Mitte März verlängert werden. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch vor. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zwar sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen rückläufig, Sorgen bereiteten jedoch die Virus-Mutationen, die auch hierzulande angekommen seien, schrieb Marktexperte Christian Henke vom Handelshaus IG. Eine Ausbreitung der Mutanten würde die für Sommer erwartete deutliche Konjunkturerholung und eine Rückkehr zur Normalität zeitlich nach hinten schieben, mit entsprechenden Folgen für die Finanzmärkte.

Derweil ging die Berichtsaison der Unternehmen in eine neue Runde. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte Thyssenkrupp <DE0007500001>: Der kriselnde Industriekonzern erhöhte nach einem überraschend erfreulichen Jahresstart die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21. Zuletzt zogen die Papiere als klarer Favorit im MDax um mehr als acht Prozent an. Im Kielwasser von Thyssenkrupp gewannen die Anteilsscheine des Stahlkochers Salzgitter <DE0006202005> gut zwei Prozent und die des Stahlhändlers Klöckner & Co <DE000KC01000> rund drei Prozent.

Der mit Abstand größte Verlierer im MDax waren die Anteilsscheine von Hochtief <DE0006070006>, die rund vier Prozent einbüßten. Die australische Tochter Cimic <AU000000CIM7> schockte die Investoren unter anderem mit einer unerwartet niedrigen Gewinnprognose. Die Corona-Pandemie erschwert und verteuert aktuell die Umsetzung von Bauprojekten.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> sorgten mit Grenke <DE000A161N30> und mit Dic Asset <DE000A1X3XX4> zwei Aktien mit deutlichen Kursgewinnen für Aufmerksamkeit. Bei der Immobiliengruppe Dic Asset gaben eine überraschend hohe Dividende und starke Geschäftszahlen für 2020 Auftrieb: Die Papiere zogen um knapp acht Prozent an.

Die Anteilsscheine von Grenke setzten an der SDax-Spitze ihre Erholung mit einem Plus von fast 17 Prozent fort. Am Montag war der Kurs noch um gut 30 Prozent eingebrochen, nachdem Vorstandsmitglied Mark Kindermann das Management mit sofortiger Wirkung verlassen hatte. Grenkes Chefkontrolleur Ernst-Moritz Lipp wandte sich nun an die gebeutelten Investoren.

Der Euro <EU0009652759> notierte zuletzt bei 1,2139 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2104 Dollar festgelegt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> sank leicht um 0,02 Prozent auf 145,65 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> rückte um 0,03 Prozent auf 176,22 Punkte vor./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---