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Aktien Frankfurt: Dax erholt sich vom schwachen Start in die Weihnachtswoche

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> ist nach dem Dämpfer zum Wochenstart wieder auf Erholungskurs gegangen. Der deutsche Leitindex legte bis zum späten Dienstagvormittag um 0,71 Prozent auf 15 347,76 Punkte zu. Am Vortag hatte das Börsenbarometer noch knapp 2 Prozent eingebüßt, nachdem es im Verlauf wegen der Omikron-Sorgen und Ängsten vor einem neuerlichen Lockdown in Deutschland auf den tiefsten Stand seit Ende November gefallen war.

Nachdem zu Wochenbeginn der Ausverkauf bei Aktien zunächst von Asien aus auf die europäischen und amerikanischen Märkte übergegriffen hatte, sorgten am Dienstag auch die asiatischen Märkte für Unterstützung. Der MDax <DE0008467416> stieg um 0,85 Prozent auf 34 301,73 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann 0,8 Prozent.

"Es bleibt das altbekannte Bild. Auf den Absturz folgt die Erholung", kommentierte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners die Gegenbewegung. "Auch so kurz vor Weihnachten gibt es noch ein paar Schnäppchenjäger, die die günstigen Kurse zum Einstieg nutzen."

Experte Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets indes hält die Situation weiter für fragil. Die zwischenzeitliche Rally im November auf neue Allzeithochs sei der Erwartung geschuldet gewesen, dass die Lieferengpässe im ersten Quartal des neuen Jahres größtenteils gelöst werden könnten, konstatierte der Marktanalyst. Die neue Coronavirus-Variante Omikron mache diesem "Goldlöckchen-Szenario" nun aber einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile sind die Jahresgewinne im Dax auf rund zwölf Prozent zusammengeschmolzen.

Unter den Einzelwerten im deutschen Leitindex profitierten die Papiere der Deutsche Börse <DE0005810055> von einer Kaufempfehlung der Schweizer Bank UBS, sie zogen an der Index-Spitze um 2,6 Prozent an. Analyst Michael Werner attestierte den Anteilsscheinen nach der jüngsten Kursschwäche ein attraktives Chance-Risiko-Profil und erhöhte seine Ergebnisschätzungen für die kommenden Jahre. Er glaubt, dass der derzeitige zyklische Gegenwind für den Börsenbetreiber 2022 drehen dürfte und das Kerngeschäft wieder deutlicher wachsen sollte.

Ein starker Quartalsbericht des US-Chipherstellers Micron <US5951121038> und dessen vom Markt positiv aufgenommene Prognose verschafften unterdessen den Halbleiterwerten Rückenwind. Infineon <DE0006231004> etwa stiegen um 1,6 Prozent, für Aixtron <DE000A0WMPJ6> im MDax ging es ähnlich stark aufwärts.

Überraschend gute Zahlen des US-Sportartikelherstellers Nike <US6541061031> stützen auch die Papiere des Konkurrenten Adidas <DE000A1EWWW0>, dessen Aktienkurs um knapp ein Prozent zulegte. Nordamerika und Europa hatten bei Nike Wachstum gebracht, auch weil zuvor auf den Transportwegen befindliche Waren nun verstärkt die Märkte erreicht hatten.

Eine Kaufempfehlung von Stifel schob in den hinteren Börsenreihen die Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex <DE000A0D6554> im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> um gut vier Prozent an. Damit erholten sie sich etwas von ihrer jüngsten Talfahrt.

Derweil wird in Deutschland die für Januar vorgesehene Pflicht zum E-Rezept verschoben. Es sei deutlich geworden, dass "die erforderlichen technischen Systeme noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen", hieß es in einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums, das der dpa vorliegt. Die Papiere der Online-Apotheke Shop Apotheke <NL0012044747> rutschten in der Folge am SDax-Ende um fast acht Prozent ab./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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