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Aktien Europa: Zinssorgen belasten die Kurse - EDF brechen ein

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Freitag geschwächelt. Inflations- und Zinssorgen belasteten. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab am Vormittag um 0,89 Prozent auf 4277,63 Punkte nach.

In Paris ging es ebenfalls nach unten. Der Cac 40 <FR0003500008> verlor 0,7 Prozent auf 7150,89 Punkte. Der FTSE 100 <GB0001383545> in London hielt sich mit 0,1 Prozent Verlust auf 7557,83 Punkte besser.

"Neben Omikron und damit verbundenen Konjunktursorgen setzt den Börsen vor allem die verschärfte US-Geldpolitik zu", stellte Aktienmarktstratege Robert Halver von der Baader Bank fest. "Allein schon aus Glaubwürdigkeitsgründen kommt die Fed nicht an Restriktionen vorbei."

Dazu passten neue Aussagen, die an den Börsen als Warnsignal ankamen. Die "zu hohe" Inflationsrate wieder unter Kontrolle zu bringen, ist nach Ansicht eines führenden Mitglieds aktuell die "wichtigste Aufgabe" der Notenbank. Viele Menschen im Land seien wegen der schwindenden Kaufkraft besorgt, erklärte Lael Brainard, die im November von US-Präsident Joe Biden für das Amt der Vizechefin der Notenbank Federal Reserve (Fed) nominiert worden war.

Neue Daten aus Spanien unterstrichen die Inflationsproblematik. Im Dezember kletterten die Verbraucherpreise auf das höchste Niveau seit fast 30 Jahren. Zwar müsse man bei den derzeit hohen Inflationsraten zunächst schauen, wie groß der Basiseffekt sei, betonte Kapitalmarkstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Allerdings deute sich derzeit ein gewisser "Aktionismus" der Währungshüter an. "Die Geldpolitik macht ernst und wird in den kommenden Monaten eine gewisse Korrektur an den Aktienmärkten in Kauf nehmen", prophezeit Molnar.

Unter Druck standen wenig überraschend die zinssensiblen Technologiewerte. Bereits an der Nasdaq hatte die Branche merkliche Abgaben erlitten. Etwas besser als erwartete Zahlen des Sektorschwergewichts SAP <DE0007164600> federten die Verluste allerdings etwas ab. Auch Versorger erlitten einen Rücksetzer. Hier brachen Aktien des französischen Versorgers EDF <FR0010242511> ein. Angesichts stark gestiegener Energiepreise will Frankreich den Preisanstieg für Strom in diesem Jahr auf vier Prozent beschränken, um die Bevölkerung zu entlasten.

Auf der Gewinnerseite stand mit Philips <NL0000009538> eine Aktie, die zuletzt eher durch negative Nachrichten und eine schwache Entwicklung aufgefallen war. Eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC half nun. Analystin Veronika Dubajova von Goldman Sachs senkte zudem zwar nach den enttäuschenden Eckdaten zum vierten Quartal ihr Ziel für Philips deutlich, hielt aber wegen des noch immer hohen Kurspotenzials an ihrer Empfehlung fest.

Zu den Ausreißern nach oben gehörten auch AB Inbev <BE0003793107>. Mehrere Analysten hatte ihre Kursziele für den Wert angehoben und die Kaufempfehlungen bestätigt. Nach einer enttäuschenden Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2021 befindet sich der Wert mittlerweile wieder im Aufwärtstrend, ist von den Rekordhochs aber noch weit entfernt.

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