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Aktien Europa: Kaum verändert - Gute Unternehmenszahlen und Ukraine-Krise

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen sind am Donnerstag nicht so richtig vom Fleck gekommen. Guten Zahlen von mehreren großen Unternehmen standen geopolitische Unsicherheiten wegen des Streits zwischen Russland und der Nato entgegen. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> kletterte am späten Vormittag um 0,1 Prozent auf 4139,87 Punkte.

Der französische Cac 40 <FR0003500008> stieg um 0,27 Prozent auf 6983,64 Punkte, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> 0,63 Prozent auf 7556,10 Punkte verlor. Hier belastete eine Schwäche der Öl- und Rohstoffwerte.

Mit fortgesetzter Zurückhaltung reagierten die Anleger auf die unsichere politische Situation. Die US-Regierung stufte den von Moskau angekündigten Teilabzug russischer Truppen zur Entspannung des Ukraine-Konflikts als Falschinformation ein und geht stattdessen von einem weiteren Ausbau der Militärpräsenz aus. "Die unklare Lage in der Ukraine hat die Börsen weiter voll im Griff", stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest.

Es gab aber auch positive Impulse. "Immer mehr Unternehmen vermelden positive Quartalszahlen und geben mit dem jeweiligen Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr Anlass zum Optimismus", merkte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect an.

Dies traf auch für den laufenden Handel zu. So überzeugten gleich mehrere französische Konzerne mit ihren Ergebnissen. Kering <FR0000121485> lagen an der Spitze der Standardwerte und zogen um 6,5 Prozent an. Die rege Nachfrage nach Luxusmarken hatte dem französischen Konzern 2021 einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert. Analyst Luca Solca von Bernstein hob die starke Entwicklung von Gucci im vierten Quartal hervor. Die Marke sei deutlich stärker als erwartet gewachsen.

Auch der zuversichtliche Ausblick von Schneider Electric <FR0000121972> kam gut an. Der französische Elektrokonzern will beim Ergebnis stärker wachsen, als es Analysten bislang erwartet hatten. Die Aktie gewann 1,9 Prozent. Ebenfalls gefragt waren Carrefour <FR0000120172>. Der Einzelhandelskonzern will nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg eine höhere Dividende zahlen.

Nicht ganz so glänzend lief es dagegen bei Nestle <CH0038863350>. Der Schweizer Lebensmittelkonzern war im vergangenen Jahr zwar etwas stärker gewachsen als erwartet. Allerdings schlugen steigende Kosten auf die Marge. Für 2022 richten sich die Schweizer auf ein gemäßigteres Wachstumstempo und eine womöglich weiter rückläufige Profitabilität ein. Die Aktie tendierte nach anfänglichen Verlusten wenig verändert.

Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser <GB00B24CGK77> will trotz der weiterhin hohen Rohstoffpreise im laufenden Jahr wieder profitabler werden. Die Marge gemessen am operativen Gewinn soll über dem 2021er-Niveau liegen, teilte der Hersteller von Marken wie Calgon, Clearasil, Sagrotan und Vanish am Donnerstag in London mit. Die Aktie gewann 4,9 Prozent.