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Aktien Europa: EuroStoxx wieder im Rückwärtsgang

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem schwankenden Wochenstart mit Verlusten am Montag und Gewinnen am Dienstag geht es zur Wochenmitte an den Europa-Börsen wieder bergab. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145>, der Leitindex der Eurozone, fiel am späteren Vormittag um 0,56 Prozent auf 3572,77 Punkte. Anleger gingen dabei vor dem am Abend anstehenden Zinsentscheid in den USA eher wieder in Deckung.

Der französische Cac 40 <FR0003500008> lag zuletzt mit 0,23 Prozent im Minus bei 5511,08 Punkten, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> um 0,29 Prozent fiel auf 6634,64 Zähler. Eindeutige Verluste gab es ansonsten auch in Frankfurt und Mailand.

"Aufmerksamkeit dürften Investoren vor allem den Aussagen rund um die US-Konjunktur angesichts der nach wie vor schwelenden Coronavirus-Pandemie schenken", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research mit Blick auf die US-Notenbank Fed.

Wieder härtere Lockdowns und Sorgen vor womöglich ansteckenderen Virusvarianten hatten viele Börsen zuletzt auf Rekordniveau den Schwung genommen. Außerdem warten die Anleger noch auf die vielbeachteten Quartalsberichte von Apple <US0378331005>, Facebook und Tesla <US88160R1014>.

Vor den Zahlen der drei US-Tech-Größen war die Luft im Technologiesektor am Mittwoch vorerst raus. Gute Resultate, die Microsoft <US5949181045> am Vorabend vorgelegt hatte, konnten hier die Rally vorerst nicht weiter befeuern. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Technology fiel um 1,1 Prozent und die Papiere des Chipausrüsters ASML <NL0010273215> und der Tech-Holding Prosus <NL0013654783> fielen im EuroStoxx um jeweils 2,3 Prozent. Schlusslicht waren dort die 4,3 Prozent schwächeren Papiere des Zahlungsabwicklers Adyen <NL0012969182>.

Noch größere Verluste gab es im Branchenvergleich vor allem bei den hauptsächlich in London versammelten Minenwerten. Deren gesamteuropäischer Teilindex fiel um mehr als 2,2 Prozent. Die Papiere von Anglo American <GB00B1XZS820>, BHP Group <GB00BH0P3Z91> oder Rio Tinto <GB0007188757> büßten an der britischen Börse zwischen 2,2 und 3,2 Prozent ein.

Aus Europa mit Zahlen aufwarten konnte LVMH <FR0000121014>. Der Luxusgüterkonzern überzeugte mit einem starken Quartal. Nach gutem Start ließ der Kurs aber nach. Der Ausblick auf 2021 wurde als "vorsichtig zuversichtlich" angesehen, und so lagen die LVMH-Papiere zuletzt mit einem nur noch knappen Anstieg im EuroStoxx-Mittelfeld. Auch beim Wettbewerber Kering <FR0000121485> verblasste der anfängliche Anstieg.

Sehr gefragt waren Aktien aus dem als defensiv geltenden Telekomsektor, dessen Branchenindex um 1,5 Prozent stieg. Anleger schauten hier auf die Zahlen und den Ausblick der niederländischen KPN <NL0000009082>, deren Papiere ihr Plus in Amsterdam auf 4,5 Prozent ausbauten. Orange <FR0000133308> folgten dem in Paris um 3,4 Prozent nach oben.

Spitzenreiter im französischen Cac 40 waren aber die Papiere des Immobilienunternehmens Unibail-Rodamco-Westfield <FR0013326246> mit einem Kurssprung um 14,5 Prozent. Sie knüpften damit an die Gewinne vom Vortag an. Am Markt hieß es, dies werde nun intensiviert durch Eindeckungen von Short-Sellern, die auf fallende Kurse spekuliert hatten.