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Aktien Europa: Erholung geht weiter - Ukrainische Erfolge hellen Stimmung auf

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die deutliche Kurserholung an Europas Börsen seit der Rekord-Zinserhöhung durch die Europäischen Zentralbank (EZB) geht weiter. Investoren hoffen darauf, dass die Währungshüter die hohe Inflation unter Kontrolle bringen können. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg am Montag um 1,20 Prozent auf 3612,73 Punkte. Für den französischen Cac 40 <FR0003500008> ging es um 1,09 Prozent auf 6280,00 Zähler hoch. Außerhalb des Euroraums gewann der britische FTSE 100 <GB0001383545> trotz enttäuschender heimischer Wachstumsdaten 1,27 Prozent auf 7444,16 Punkte.

Für gute Stimmung sorgten den Experten der Deutschen Bank zufolge auch die jüngsten militärischen Erfolge der Ukraine gegen die russischen Besatzungstruppen im Nordosten des Landes. Allerdings steige damit das Risiko aggressiver russischer Reaktionen, heißt es weiter.

Von den am Dienstag anstehenden US-Verbraucherpreisen erwarten die Anleger zudem Hinweise auf eine weiter nachlassende Inflationsdynamik in der weltgrößten Volkswirtschaft. Eine solche Entwicklung könnte dazu führen, dass die US-Notenbank Fed bei der weiteren geldpolitischen Straffung längerfristig etwas Tempo herausnimmt.

Im europäischen Branchenvergleich zogen zu Wochenbeginn die konjunktursensiblen Einzelhandels-, Rohstoff- und Autoaktien die Investoren an: Deren Subindizes <CH0019112553> <EU0009658624> <EU0009658681> im marktbreiten Stoxx Europe 600 <EU0009658202> legten um 2,4 bis 3,3 Prozent zu. Der Bankenindex <EU0009658806X> setzte seinen mit dem EZB-Zinsentscheid am Donnerstag begonnenen Höhenflug mit einem Plus von zwei Prozent fort.

Einziger Verlierer war indes der Index der als defensiv geltenden Gesundheitsbranche <EU0009658723> mit einem minimalen Minus.

Bei den Einzelwerten stach der Elektrokonzern Electrolux <SE0000103814> mit einem Kursrückgang von 2,2 Prozent heraus. Die Schweden kündigten in Reaktion auf eine unerwartet geringe Nachfrage, eine schwache Ergebnisentwicklung und die hohe Inflation ein Sparprogramm an.

Dagegen profitierten die Titel des Rückversicherers Swiss Re <CH0126881561> mit einem Plus von 1,7 Prozent auf positive Aussagen beim Branchentreffen "Rendez-Vous de Septembre" in Monte Carlo. Die Schweizer rechnen in einer Welt mit wachsenden geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und dem Klimawandel mit einer verstärkten Nachfrage nach Schutz vor Risiken, welche die Prämien steigen lassen dürften.