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AKTIE IM FOKUS: Stimmungdämpfer aus USA drückt Hellofresh an das Ende des Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Kochboxen-Versenders Hellofresh <DE000A161408> haben am Montag einen neuen Rückschlag erlitten. Die US-Behörde FSIS, die auch für die Sicherheit von Lebensmittelbetrieben zuständig ist, hatte am Samstag eine Warnung herausgegeben. Dabei ging es darum, dass Hackfleisch-Produkte in Hellofresh-Boxen, die im Juli ausgeliefert wurden, im Verdacht stehen, mit Kolibakterien verunreinigt gewesen zu sein. Einen Rückruf gab es allerdings nicht, da die Produkte nicht mehr zum Verkauf stehen.

Kurz nach dem Handelsstart sackten die Hellofresh-Papiere um fast 7 Prozent ab. Am späteren Vormittag lagen sie im starken Gesamtmarkt als Dax<DE0008469008>-Schlusslicht noch mit 2,5 Prozent im Minus bei 25,79 Euro. Dabei hatten sich die Aktien zuletzt mühsam, aber deutlich von ihrer jüngsten Talfahrt erholt. Zwischen Mitte August bis Anfang September war es beständig abwärts gegangen für die Anteile, bis sie bei 22,65 Euro den tiefsten Stand seit März 2020 erreicht hatten. Seither war eine Erholung um knapp 17 Prozent bis an die 21-Tage-Linie bei um die 26,40 Euro gelungen.

Mit der jüngsten Hiobsbotschaft ist diese Linie, die die kurzfristige Trendrichtung signalisiert, wieder zu einem starken Widerstand geworden. Und das, obwohl die Aktie in diesem Jahr bereits zwei Drittel an Wert eingebüßt hat und nach Zalando <DE000ZAL1111> zweitgrößter Verlierer im Dax ist.

"Die Behördenwarnung in den USA ist nicht gerade ein gutes Marketing und drückt daher auf die Stimmung", sagte ein Händler. Die Erholung vom Tagestief an diesem Morgen erklärte er damit, dass die Nachricht auf den zweiten Blick allerdings "kein Beinbruch" sei. Immerhin habe es solcherlei Beanstandungen bisher noch nicht gegeben und weitere Produkte seien nac aktuellen Informationen nicht betroffen.

Marktexperte Andreas Lipkow sieht im Rauswurf aus dem Dax in zwei Wochen einen wesentlichen Grund für die aktuellen Kursverluste. Auch wenn das letztlich erwartet worden sei, belaste es zunehmend. Dabei erinnerte er daran, dass Hellofresh durch die Pandemie einen sehr hohen Zuspruch bei den Investoren bekommen hatte, was letztlich die Dax-Mitgliedschaft ermöglichte. "Jetzt schlägt dagegen die Ernüchterung vollends zu, denn die Kriterien für einen weiteren Verbleib in der ersten Börsenliga sind nicht mehr gegeben."