Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 39 Minute

Abschied vom Professor: Das müssen Sie zum "Haus des Geldes"-Finale wissen

·Lesedauer: 5 Min.
Der Professor (Álvaro Morte) tritt ab. Am 3. Dezember gibt es die finalen Folgen von "Haus des Geldes" bei Netflix zu sehen. (Bild: Netflix / Tamara Arranz Ramos)
Der Professor (Álvaro Morte) tritt ab. Am 3. Dezember gibt es die finalen Folgen von "Haus des Geldes" bei Netflix zu sehen. (Bild: Netflix / Tamara Arranz Ramos)

Der Netflix-Hit "Haus des Geldes" steuert auf sein großes Finale zu: Am 3. Dezember entscheidet sich, ob es die Diebestruppe um den Professor (Álvaro Morte) lebend aus der Bank von Spanien schafft. Zum Start des Serienfinales beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Streaming-Erfolg.

Mit seinen genialen Schachzügen hält der Professor (Álvaro Morte) im Netflix-Hit "Haus des Geldes" nicht nur die spanische Polizei zum Narren, sondern verschafft Serienfans spannende Heist-Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die Serie sorgte seit ihrem Start 2017 für einen Hype ungeahnten Ausmaßes: Die ausdruckslosen Dali-Masken der Diebe gingen um die Welt, das Partisanenlied "Bella Ciao" eroberte die Charts.

Nun heißt es Abschied nehmen von einer der beliebtesten Netflixserien überhaupt. Die letzten Folgen der fünften Staffel sind ab 3. Dezember auf Netflix abrufbar. Vor dem Start des Serienfinales liefern wir Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das spanische Streaming-Highlight.

Rio (Miguel Herran) trauert um seine große Liebe Tokio (Úrsula Corberó). (Bild: Netflix / Tamara Arranz)
Rio (Miguel Herran) trauert um seine große Liebe Tokio (Úrsula Corberó). (Bild: Netflix / Tamara Arranz)

Wovon handelt "Haus des Geldes"?

Nichts weniger als die größten Raubzüge der Geschichte hat das kriminelle Mastermind, das sich nur Professor (Álvaro Morte) nennt, im Sinn. Stets mit dem Motto "Stehlen, ohne etwas zu nehmen" im Hinterkopf, tüftelt das Genie in "Haus des Geldes" Pläne für kühne Überfalle aus und setzt sie mit seiner Diebestruppe um. Zunächst gerät die spanische Banknotendruckerei in sein Visier, später auch die Bank von Spanien.

Trotz der brillanten Schachzüge bleibt ein großes Restrisiko. Auch deswegen, weil der Professor von seinen Räubern zwar Geld und Gold im Überfluss erwartet, gleichzeitig aber auch die Bedingung stellt, dass weder Gangster noch Geisel verletzt werden. Dieses Ziel ist jedoch bald Makulatur, weil Unvorhergesehenes passiert und schmerzliche Verluste auf beiden Seiten provoziert.

Vorsicht, Spoiler! Sollten sie Staffel eins bis fünf noch nicht gesehen haben, hören Sie hier auf zu lesen.

Die Zeit läuft ab: Die Bankräuber in "Haus des Geldes" stehen der Armee gegenüber. (Bild: Tamara Arranz/Netflix)
Die Zeit läuft ab: Die Bankräuber in "Haus des Geldes" stehen der Armee gegenüber. (Bild: Tamara Arranz/Netflix)

Was ist bisher passiert?

Ausgeklügelte Raubzüge in Kombination mit charismatischen Hauptfiguren machten schon die "Oceans"-Filmreihe um Hauptdarsteller George Clooney zum Publikumshit. Netflix knüpfte mit "Haus des Geldes" an dieses Erfolgsrezept an und brachte es zur Serienreife. Gebannt vom Publikum verfolgt, versuchte eine Räubertruppe in den Staffeln eins und zwei der spanischen Serie die spanische Banknotendruckerei um Millionen zu erleichtern.

Als brillanter Taktgeber hinter dem kühnen Raub zog der Professor im Hintergrund die Fäden - sehr zum Leidwesen der Polizei. Die Beamten waren dem Genie immer einen Schritt hinterher, und so konnten die Räuber in den roten Overalls beinahe unbeeindruckt von den Ermittlungen ihr eigenes Geld drucken. Spektakulärer Höhepunkt war zweifelsohne die geglückte Flucht im Finale der zweiten Staffel, die ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel krönte.

Vorbei war die Geschichte der Bankräuber um Erzählerin Tokio (Úrsula Corberó) deswegen aber noch lange nicht. Netflix respektive der Professor riefen in der dritten Staffel die Diebe erneut zusammen. Dieses Mal war ihre Mission zweigeteilt: Einerseits sollte die Truppe Rio (Miguel Herran) aus dem Gefängnis befreien, andererseits machte der Professor die nationale Reserve der Bank von Spanien als neues Ziel aus.

Der erneute Coup forderte jedoch bald seine Opfer: Nairobi (Alba Flores) bezahlte den zunehmend eskalierenden Konflikt mit Polizei und Armee ebenso mit dem Leben wie jüngst Tokio. Fast noch schlimmer: Die geschasste Ex-Ermittlerin Alicia Sierra (Najwa Nimri) stellte den Professor in dessen Geheimversteck und Kommandozentrale.

Die ausdrucklosen Dalí-Masken und die charakteristischen roten Overalls aus "Haus des Geldes" befeuerten den weltweiten Hype um die Netflix-Erfolgsproduktion. (Bild: Netflix)
Die ausdrucklosen Dalí-Masken und die charakteristischen roten Overalls aus "Haus des Geldes" befeuerten den weltweiten Hype um die Netflix-Erfolgsproduktion. (Bild: Netflix)

Wann startet die neue Staffel?

Fünf neue Folgen des Netflix-Erfolges starten am 3. Dezember. Dann heißt es auch, Abschied von den liebgewonnenen Räubern in den roten Overalls zu nehmen. Die finalen Episoden schließen das Heist-Spektakel ab. Wird es die Diebestruppe um den Professor (Álvaro Morte) lebend aus der Bank von Spanien schaffen? Zunächst dominiert jedoch die Trauer um Tokio (Ursula Corberó), die in der bis dato letzten Episode von Staffel fünf zu Tode kam. Die Schlinge um die Bankräuber, die der Armee gegenüberstehen, scheint sich zuzuziehen - doch noch ist nicht alles verloren.

Tokio (Úrsula Corberó) führte als Erzählerin durch die Handlung, bis sie sich in Staffel fünf für die Gruppe opferte. (Bild: Netflix / Tamara Arranz Ramos)
Tokio (Úrsula Corberó) führte als Erzählerin durch die Handlung, bis sie sich in Staffel fünf für die Gruppe opferte. (Bild: Netflix / Tamara Arranz Ramos)

Wer spielt mit?

Ursprünglich wurde "Haus des Geldes" vom spanischen TV-Sender Antena 3 produziert. Die Folge: Der Großteil der Besetzung kommt aus Spanien und war vor dem durchschlagenden Erfolg der Serie international nur absoluten Insidern ein Begriff. Das änderte sich mit dem Hype um die Heist-Produktion schlagartig. Für Miguel Herrán (Rio) und Jaime Lorente (Denver) ergab sich mit Hauptrollen in "Élite" ein weiteres, hochkarätiges Engagement. Lorente wurde bei Streaming-Konkurrent Amazon Prime Video sogar als Hauptfigur im Historienepos "El Cid" besetzt.

Nicht nur im Serienkosmos sorgten die "Haus des Geldes"-Stars für Furore. Tokio-Darstellerin Úrsula Corberó schaffte es sogar nach Hollywood, wo sie die Hauptrolle im Action-Film "Snake Eyes - G.I. Joe Origins" verkörperte. Und Professor-Star Álvaro Morte? Der sicherte sich in "The Pier" gleich die nächste Serien-Hauptrolle.

Wie viele Folgen hat eine Staffel?

Die Staffel mit den meisten Episoden war gleich der Auftakt: Die erste Staffel erzählte in 13 Episoden vom Überfall auf die Banknotendruckerei. Gleiches galt für die zweite Staffel, die den ersten Raub in neun weiteren Folgen zu Ende brachte. In den Staffeln drei und vier geriet dann die nationale Reserve der Bank von Spanien ins Visier der Räuber, erzählt in je acht Folgen. Die finale "Haus des Geldes"-Staffel teilte Netflix in zwei gleich große, je fünf Episoden umfassende Blöcke. Der letzte davon ist ab 3. Dezember verfügbar.

Wo läuft die Serie?

Netflix rühmt sich immer wieder mit großen Serien-Erfolgen, an die Publikumsresonanz auf "Haus des Geldes" kommen aber nur sehr wenige Produktionen heran. Dementsprechend behält es sich der Streamingdienst vor, die Serie exklusiv zu zeigen und die Konkurrenz nicht am Erfolg teilhaben zu lassen. Einzige Alternative für alle Streamingfans, die nicht Netflix-Kundinnen und -Kunden sind, bietet eine DVD- und Blu-ray-Box. Ein Haken aber bleibt: In den Genuss der Heimkino-Verwertung kommen lediglich Zuschauerinnen und Zuschauer, die Spanisch sprechen. Die deutsche Synchronisation gibt es nur auf Netflix zu sehen.

Wann kann ich die Serie sehen?

Mächtig Geduld mussten "Haus des Geldes"-Fans noch zwischen Staffel vier und fünf aufbringen: Corona-bedingte Verzögerungen bedeuteten eineinhalb Jahre Pause. Nun geht es deutlich schneller: Nach den ersten fünf Folgen des Serienfinales, die Netflix am 3. September veröffentlichte, starten nur drei Monate später die abschließenden fünf Episoden: am 3. Dezember.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.