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6000 Evakuierte auf Vulkaninsel La Palma: Retten, was zu retten ist

·Lesedauer: 1 Min.

Der Ausbruch des seit 50 Jahren ruhenden Vulkans auf der kleinen spanischen Insel La Palma zieht immer mehr Schaulustige an und wird zum Medienspektakel- für die Einheimischen ist es ein Drama. Die um die 1000 Grad heiße Lava begräbt auf ihrem Weg zum Meer ein Haus nach dem anderen, bisher wurden mindestens 200 Wohnhäuser komplett zerstört, viele andere schwer beschädigt.

Freiwillige gehen von Haus zu Haus und helfen den Bewohnern dabei, zu retten, was sie können. Die Menschen fliehen teilweise in letzter Minute aus ihren Häusern. 6000 Einheimische mussten bisher evakuiert werden, Verletzte gab es keine.

In dem Ort Todoque wurden Erinnerungsstücke, Kleidung, Möbel, Fahrräder, Matratzen und vieles andere, was nicht niet- und nagelfest war, auf Lastwagen verladen. Darauf saßen weinende Menschen, die ihre Häuser für immer verlassen mussten. «Das wichtigste sind Dokumente zum Eigentum, denn danach werden sie uns später fragen, wenn hier nichts mehr ist», sagte ein Anwohner.

Die Schäden sind enorm: die Lava hat auch Bananenhaine, Weinberge und Avocado-Plantagen begraben. Die Regionalregierung beziffert die Schäden einschließlich zerstörter Pflanzungen und In frastruktur bereits auf mehr als 400 Millionen Euro.

Die Solidarität ist groß: in Rekordzeit wurde ein Hilfsnetzwerk aufgebaut, hunderte Unternehmen, Supermärkte und Freiwillige haben sich mobilisiert, um gespendete Kleidung, Lebensmittel oder Spielsachen zu sammeln- für die verzweifelten Menschen, die ihre Häuser für immer verlassen mussten.

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