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100 Millionen Euro für Trikot-Aktion? Was sich Check24 von seiner Marketing-Kampagne zur EM verspricht

Deutschland-Fans jubeln beim Public Viewing in der Fanzone am Reichstagsgebäude als das 2:0 für Deutschland fällt. In der Mitte eine Frau mit Check24-Trikot. - Copyright: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Deutschland-Fans jubeln beim Public Viewing in der Fanzone am Reichstagsgebäude als das 2:0 für Deutschland fällt. In der Mitte eine Frau mit Check24-Trikot. - Copyright: picture alliance/dpa | Christoph Soeder

Das Vergleichsportal Check24 hat es mit einer Werbeaktion auf die Fanmeilen in ganz Deutschland geschafft: Das Unternehmen verschenkte fünf Millionen Deutschland-Trikots zur Europameisterschaft, um so eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Inzwischen sind die T-Shirts überall zu sehen. Sowohl auf den Straßen als auch in den sozialen Medien in Memes und TikTok-Videos.

Laut Gründer Henrich Blase ist das die "größte Marketingaktion in der Geschichte von Check24", erzählt er in einem Gespräch mit "Finance Forward". Geschätzte Kosten der Aktion: Rund 100 Millionen Euro.

Check24 setzt auf ein KI-generiertes Logo statt ein offizielles DFB-Logo

Die Umsetzung der Aktion war strategisch durchdacht. Kunden mussten die Check24-App herunterladen, um ein Trikot zu erhalten. Das erhöhte die Nutzerzahlen der App zumindest kurzfristig um fünf Millionen Menschen laut "Finance Forward". Begleitet wurde die Aktion von einem EM-Tippspiel, das zusätzliche Anreize schuf, die App regelmäßig zu nutzen. Zu gewinnen gibt es etwa Reisegutscheine, die zusammengenommen einen Wert von 24 Millionen Euro haben sollen. Check24 plante zudem, künftig ein Bundesliga-Tippspiel sowie einen Streaming-Vergleich anzubieten, um die Kundenbindung weiter zu stärken.

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Der finanzielle Aufwand für die Aktion soll immens gewesen sein. Wie hoch die Ausgaben tatsächlich waren, will Blase laut "Finance Forward" nicht angeben. Allerdings kostete das offizielle DFB-Trikot von Adidas nach Recherchen des SWR 11,30 Euro. Die Puma-Trikots von Check24 dürften billiger gewesen sein, hinzukommen jedoch noch die Kosten für Versand und Logistik. Die Kosten könnten damit rein rechnerisch bei rund 50 Millionen Euro liegen plus das Marketingbudget. Zuletzt trat etwa Ex-Nationalspieler Lukas Podolski als Werbegesicht bei Check24 auf. Insgesamt könnte der Gesamtbetrag deshalb bei rund 100 Millionen Euro liegen, schätzen Brancheninsider, auf die sich "Finance Forward" beruft.

Ausgedacht haben sich die Kampagne jedenfalls Gründer Blase und sein Mitgründer Eckard Juls. Check24 verzichtete bewusst auf eine Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund und setzte stattdessen auf kreative Lösungen, wie ein per KI generiertes Logo. Im Vergleich zum Sportartikelhersteller Adidas, der zur Weltmeisterschaft 2014 drei Millionen Trikots verkauft hat, übertraf Check24 diese Zahl leicht und setzte damit neue Maßstäbe im Guerilla-Marketing.

jel