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Ölpreise sinken leicht

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag leicht gefallen. Der Preis für Rohöl aus den USA hielt sich gegen Mittag nur knapp über 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem er in der vergangenen Woche erstmals seit etwa einem Jahr unter diese Marke gefallen war.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 54,23 US-Dollar. Das waren 24 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 24 Cent auf 50,08 Dollar.

Nach wie vor bleiben die Sorgen über konjunkturelle Auswirkungen des Coronavirus und mögliche Maßnahmen der Opec+ zur Stützung der Ölpreise die bestimmenden Themen. In der Opec+ sind Mitgliedstaaten des Öl-Kartells und verbündete Förderländer wie Russland organisiert. Obwohl der Weltmarkt für Rohöl derzeit als überversorgt gilt, wird am Markt eher nicht mit einer schnellen Reaktion der Förderländer gerechnet.

Zuletzt hatten Experten der Opec+ eine weitere Kürzung der Fördermenge in einem Volumen von 600 000 Barrel pro Tag empfohlen. Während Saudi-Arabien eine solche Maßnahme unterstützen dürfte, steht Russland einer weiteren Förderkürzung tendenziell ablehnend gegenüber. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Eugen Weinberg von der Commerzbank dürfte ein Opec-Ministertreffen, auf dem eine zusätzliche freiwillige Produktionskürzung beschlossen werden könnte, "in dieser Woche wohl nicht stattfinden".