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Wirtschaft fordert Öffnungsperspektive - Ruf nach 'Wirtschaftsgipfel'

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BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsverbände werden angesichts des wochenlangen Corona-Lockdowns zunehmend ungeduldig und verlangen von Bund und Ländern eine klare Öffnungsperspektive. Viele Unternehmer stünden wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand und zehrten angesichts massiver Ertragseinbußen von ihren Reserven, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand. "Gerade sie warten dringend auf eine klare und an nachvollziehbaren Kriterien ausgerichtete Öffnungsperspektive." Ein Wiederhochfahren sei nicht per Knopfdruck möglich, sondern müsse sorgfältig vorbereitet werden.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft forderte, einen "Wirtschaftsgipfel" einzuberufen. Der ZIA begrüßte die stufenweise Öffnungspläne, wie ihn die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits entwickelt hätten. "Jeder Monat Lockdown kostet 34 Milliarden Euro. Trotz aller Wirtschaftshilfen gilt: Öffnungen sind die besten Hilfen", so ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Bei ihren Beratungen am 19. Januar hatten sie beschlossen, den Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis Mitte Februar zu verlängern. Restaurants und Bars, Freizeiteinrichtungen sowie viele Geschäfte bleiben zumindest bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Bund und Länder hatten aber zugleich vereinbart, dass eine Arbeitsgruppe ein Konzept für eine "sichere und gerechte" Öffnungsstrategie erarbeiten soll.