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WhatsApp-Wirrwarr: Hat der Messenger über Nacht seine Gruppeneinstellungen geändert?

·Lesedauer: 2 Min.
WhatsApp (Symbolfoto)
WhatsApp (Symbolfoto)

Das Vertrauen in den Datenschutz bei WhatsApp ist bei vielen Nutzerinnen und Nutzern angekratzt. Das hat auch mit neuen Nutzungsbedingungen zu tun, deren Zustimmung das Unternehmen gerade von seinen Nutzern einfordert - auch wenn diese laut WhatsApp keine nennenswerten Änderungen mit sich bringe. Alternative Messengerdienste wie zum Beispiel Signal erfreuen sich deshalb zunehmender Popularität.

Auf WhatsApp kursiert aktuell ein Kettenbrief, den der "Spiegel" zitiert:

»Falls es noch nicht bekannt ist: WhatsApp hat letzte Nacht seine Einstellungen upgedated ohne die Nutzer zu informieren!«, heißt es darin. »Es hat seine Gruppeneinstellungen verändert und hat dich zu ›jeder‹ hinzugefügt. Das bedeutet, dass jeder WhatsApp Nutzer – auch wenn du ihn nicht kennst – dich ohne dein Wissen und ohne deine Zustimmung zu jeder beliebigen Gruppe hinzufügen kann. Das bedeutet deine Inhalte können angegriffen oder zugespamt werden.«

Anschließend wird in der Nachricht beschrieben, wie Nutzer die App in den Einstellungen so konfigurieren können, dass jemanden nur eigene Kontakte zu Gruppen hinzufügen können.

Wurden die Einstellungen wirklich geändert?

Hat WhatsApp wirklich über Nacht und heimlich die Gruppeneinstellungen geändert? Nein. Der "Spiegel" schreibt, er habe das selbst getestet und festgestellt, dass die Einstellungen für die Gruppeneinladungen nach einem Update von der vorletzten auf die neueste Version unverändert blieben.

Der "Spiegel" schreibt, die Erklärung sei, dass auch schon vorher "jeder" einen Nutzer zu Gruppen hinzufügen konnte. So sei bereits 2019 ein neues Einladungssystem vorgestellt worden, wie der "Spiegel" auch damals berichtete. Erst seitdem sei es "überhaupt erst möglich, händisch und damit bewusst einzustellen, dass Fremde einen nicht einfach zu Gruppen hinzufügen können". Es dürfte also seit Jahren bereits der Normalfall sein, dass "jeder" die WhatsApp-Nutzer in Gruppen hinzufügen kann - sofern er deren Nummer besitzt.

Ein Sprecher von WhatsApp sagte dem Spiegel auf Nachfrage: »WhatsApp hat schon immer allen erlaubt, Ihnen eine Nachricht zu senden oder Sie zu einer Gruppe hinzuzufügen, die Ihre Telefonnummer kennen – genauso wie alle Ihnen eine SMS oder eine E-Mail senden können, die Ihre Kontaktdaten haben. Im Jahr 2019 haben wir neue Möglichkeiten für diejenigen hinzugefügt, die einschränken möchten, wer sie zu Gruppen hinzufügen kann.«

Letztlich, so der "Spiegel", sei es bei dem aktuellen Kettenbrief, den man für gewöhnlich von Freunden oder Bekannten erhält, wie so oft: "Sie nutzen geschickt eine Verunsicherung bei den Empfängerinnen und Empfängern aus und geben ihnen das Gefühl eines Wissensvorsprungs – wenngleich sich die geteilten Informationen bei genauer Betrachtung oft als falsch oder irreführend herausstellen."

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