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Weniger Firmengründungen in Deutschland

WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland sind zu Beginn der Corona-Krise weniger neue Unternehmen gegründet worden als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Neugründungen sank im ersten Quartal um 6,9 Prozent auf 145 600, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Als Gründe nannten die Statistiker unter anderem die Einstellung des Besucherverkehrs im März wegen der Pandemie und Personalengpässe in den Gewerbeämtern, aber auch eine allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit.

Die Zahl der Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung verringerte sich um 7,7 Prozent auf 32 200 Firmen. Einen noch stärkeren Rückgang gab es mit minus 14,6 Prozent auf rund 40 100 bei den Kleinunternehmen. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe verringerte sich um 1,7 Prozent auf rund 73 300.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen sank im Vergleich zum ersten Quartal 2019 um 6,7 Prozent auf rund 179 200. Dazu zählen neben Neugründungen auch Betriebsübernahmen, Umwandlungen und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.