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Weniger Aktienstress in zweiter Jahreshälfte: JPMorgan-Strategen

(Bloomberg) -- Heißlaufende Inflation und eine deutliche Straffung durch die Federal Reserve haben zu Ausverkauf und bei US-Aktien zu einem Bärenmarkt geführt. Das wird sich nach Ansicht von JPMorgan Chase & Co. in der zweiten Jahreshälfte abschwächen.

“Die Feststellung, dass die Falkenhaftigkeit der Fed nun ihren Höhepunkt erreicht hat, musste verschoben werden, ist aber für die zweite Jahreshälfte nicht vom Tisch”, schrieben Strategen um Mislav Matejka in einer Notiz. Die fortgesetzte negative Neubewertung der Fed habe den Märkten geschadet, aber das müsse nicht so weitergehen. Der Inflationsdruck dürfte in der zweiten Jahreshälfte nachlassen.

Die Aktienmärkte in den USA und Europa sind seit April in Aufruhr, da hartnäckig hohe Inflation und aggressive Zentralbanken das Gespenst einer Rezession aufkommen lassen. Der Ausverkauf hat die Strategen an der Wall Street veranlasst, ihre Jahresendziele für den S&P 500 zu senken. Sie erwarten, dass sich der Index gutteils erholen wird und das Jahr mit einem Minus von nur 3% abschließt, so die jüngste Bloomberg-Umfrage.

Der so genannte Dot Plot der Fed deute zwar immer noch auf ein aggressives Tempo bei den Zinserhöhungen hin, aber “wenn die Fed damit beginnen würde, die Erwartungen zu erfüllen, anstatt nach oben zu überraschen, könnte das die Marktstimmung erheblich stabilisieren”, so die Strategen.

Sie bekräftigten ihre Empfehlung, ein direktes Engagement in China aufzubauen und blieben bei ihrer Übergewichtung der Schwellenländer gegenüber den entwickelten Märkten. Bei letzteren sind sie neutral für US-Aktien und übergewichten Aktien aus Großbritannien und der Eurozone.

Bei den Branchen halten die Strategen ein Übergewichten von Bergbauunternehmen für sinnvoll, da die Bewertungen trotz der jüngsten Outperformance attraktiv seien. Außerdem locke hier eine “außergewöhnliche” Dividendenrendite von 10%, so die Strategen.

Überschrift des Artikels im Original:

JPMorgan Strategists See Equity Stress Easing in Second Half

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