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Weltweite Ölproduktion übertrifft Nachfrage: Internationale Energieagentur prognostiziert Überangebot und sinkende Preise bis 2030

Flammen und Rauch steigen aus den Erdgasfackeln und Schornsteinen der venezolanischen Ölraffinerie Isla auf. - Copyright: Getty Images
Flammen und Rauch steigen aus den Erdgasfackeln und Schornsteinen der venezolanischen Ölraffinerie Isla auf. - Copyright: Getty Images

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat in ihrem jüngsten Bericht prognostiziert, dass es in diesem Jahrzehnt ein Überangebot an Erdöl auf den Markt geben wird, da der Weltverbrauch vor 2030 seinen Höhepunkt erreichen werde.

Die Erwartung: Das Angebot ab 2025 wird die prognostizierte Nachfrage übersteigen, und zwar um acht Millionen Barrel (umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Liter) pro Tag mehr als die prognostizierte Nachfrage von 105,4 Millionen Barrel (umgerechnet etwa 16,8 Milliarden Liter) pro Tag, so die Gruppe. "Die weltweite Ölproduktionskapazität, angeführt von den Vereinigten Staaten und anderen Produzenten in Nord- und Südamerika, wird voraussichtlich das Nachfragewachstum im Zeitraum 2023 bis 2030 übersteigen und – abgesehen von der Corona-Pandemie – die weltweiten Kapazitätsreserven auf ein noch nie dagewesenes Niveau anheben", so der Bericht.

Sinkende Preise sind eine Enttäuschung für die USA und OPEC

Dieser massive Ölproduktionspuffer werde wahrscheinlich weltweit zu niedrigeren Ölpreisen führen. Das sei eine unwillkommene Aussicht für die großen Produzenten in den USA und der OPEC-Gruppe, so die IEA. Die OPEC ist die Organisation erdölexportierender Länder, zu der die zwölf Staaten Algerien, Äquatorialguinea, Gabun, Iran, Irak, die Republik Kongo, Kuwait, Libyen, Nigeria, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela gehören. Während die OPEC und ihre Verbündeten die Drosselung der Produktion bereits aussetzen, könnte die Reaktion der US-Schieferölindustrie weitreichende Folgen haben.

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Bei den Verbrauchern werde die Nachfrage bis 2029 bei 105,6 Millionen Barrel (umgerechnet etwa 16,8 Milliarden Liter) pro Tag stagnieren und damit etwa vier Prozent über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen.

Während die aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien den Verbrauch stützen werden, sieht es in den fortgeschrittenen Regionen anders aus: Die Nachfrage werde ihren "jahrzehntelangen Rückgang" fortsetzen und bis zum Ende des Jahrzehnts auf den niedrigsten Stand seit 1991 fallen.

 - Copyright: The International Energy Agency
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Höhepunkt der Öl-Nachfrage wird auf 2030 datiert

"Da der Aufschwung durch die Pandemie an Kraft verliert, die Umstellung auf saubere Energien voranschreitet und sich die Struktur der chinesischen Wirtschaft verändert, verlangsamt sich das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage und wird 2030 seinen Höhepunkt erreichen", so IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. "In diesem Jahr rechnen wir mit einem Anstieg der Nachfrage um etwa eine Million Barrel (umgerechnet etwa 159 Millionen Liter) pro Tag."

Die IEA hat ihre Prognosen über ein bevorstehendes Ende der Ära der fossilen Brennstoffe bereits in 2023 verbreitet. Sie sagte da zum ersten Mal, dass der Höhepunkt der Nachfrage kurz bevorstehe. Diese Ansicht steht im Widerspruch zur Einschätzung in der Industrie, und viele Rohstoffexperten sind seitdem mit den Prognosen der IEA nicht einverstanden.

Der größte Widerstand kam – erwartungsgemäß – von der OPEC selbst, deren Chef Haitham Al Ghais darauf hinwies, dass seit den 1880er Jahren immer wieder vor einem Nachfragespitzenwert gewarnt worden und dass dieser bisher nicht eingetreten sei.

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